Kreis Kaiserslautern „Belange der Älteren in der CDU stärker beachten“

Auf dem Oberberg in Olsbrücken feierte die Senioren-Union ihren runden Geburtstag.
Auf dem Oberberg in Olsbrücken feierte die Senioren-Union ihren runden Geburtstag.

Die Themen älterer Menschen in der CDU stärker in den Fokus zu rücken: Das forderte der Bezirksvorsitzender der Senioren-Union Rheinhessen-Pfalz, Hubertus Stawik, am Samstag beim Sommerfest zum 30-jährigen Bestehen der Vereinigung in Olsbrücken. Rund 100 Mitglieder aus Ortsverbänden im ganzen Land waren zu der zentralen Veranstaltung, die der Kreisverband Kaiserslautern-Land organisiert hatte, angereist.

„Hier sind die Ältesten versammelt, aber die Senioren-Union ist die jüngste Vereinigung“, sagte der Landesvorsitzende Fred Holger Ludwig. Ihre Mitglieder seien es, die bei den Abgeordneten vorsprächen und dabei die Themen Gesundheit und Pflege in den Vordergrund rückten. „Mir kommt es in der Politik aber nicht nur auf die Sachthemen an, sondern wichtig sind mir vor allem auch persönliche Bindungen“, fügte Ludwig an. Er wünsche sich in Zukunft mehr Unterstützung durch die Politik. Auch müsse von der Mitgliedschaft in der CDU ein nahtloser Übergang in die Senioren-Union gefördert werden. Für den Kommunalwahlkampf im kommenden Jahr sprach Hubertus Stawik, Bezirksvorsitzender der Senioren-Union, seinen Mitstreitern Mut zu: „Es kann nicht sein, dass die Älteren nur zum Plakate-Kleben eingesetzt werden, aber nicht auf den Listenplätzen vertreten sind“, rief er den Zuhörern im weiten Rund vor der Pfälzerwald-Hütte am Oberberg zu. Die Anliegen der Senioren fänden in der CDU noch zu wenig Gehör. „Das ist ein großes Problem, denn schließlich sind sie die Stammwähler der Union“, betonte Stawik. Die Anliegen der Älteren müssten stärker berücksichtigt werden. Allein deshalb lohne sich das Engagement in der Senioren-Union, meinte der Bezirkschef. „Jeder muss das machen, was er am besten kann“, meinte augenzwinkernd Marcus Klein, Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Kaiserslautern, und blickte dabei bedeutungsvoll zum Grill hin, wo Mitglieder der Jungen Union die älteren Parteifreunde mit Essen versorgten. „Diese Haltung muss auch für die politische Arbeit gelten. Das Zusammenarbeiten von Alt und Jung ist das Erfolgsrezept für die kommende Wahl“, sagte Klein. Michael Pirron aus Olsbrücken, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbands der Senioren-Union und Organisator des Sommerfests, freute sich, dass auch Gäste aus Ludwigshafen, Zweibrücken, Kusel und Mainz angereist waren. Im Raum Kaiserslautern seien etwa 40 Mitstreiter aktiv. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Veranstaltungskalender der Senioren-Union. Neben unregelmäßigen Stammtischterminen sei zum Beispiel das Dreikönigstreffen am 6. Januar zu nennen. „Da ist es uns schon öfter gelungen, profilierte politische Redner wie Bernhard Vogel und Annegret Kramp-Karrenbauer zu gewinnen.“ „Die Senioren-Union ist bei der politischen Arbeit in meinem Wahlkreis die stärkste Stütze“, versicherte Christine Schneider, CDU-Landtagsabgeordnete aus Landau. Der Vorsitzende Fred Holger Ludwig sei ihr seit Jahrzehnten „ein wertvoller Wegbegleiter“. „Mit seinen Arbeitsschwerpunkten Gesundheit und Pflege habt er schon gewichtige Anstöße in der Landes- und Bundespolitik gegeben“, unterstrich sie die Rolle der Seniorenvereinigung innerhalb der CDU.

x