Otterbach Ausbau des Lautertal-Radweges beginnt

Erster Spatenstich in Otterbach: Der Lautertal-Radweg wird auf Vordermann gebracht.
Erster Spatenstich in Otterbach: Der Lautertal-Radweg wird auf Vordermann gebracht.

Am Dienstag war offizieller Spatenstich für den Ausbau des Lautertal-Radweges zwischen Otterbach und Kaiserslauterer Kreuzhof. Zugleich startete damit der erste Bauabschnitt des Bachbahn-Radweges zwischen Weilerbach und der Stadt.

Der Lautertal-Radweg ist Teil der künftigen Bachbahnstrecke und wird nun auf einer Länge von 1300 Metern auf drei Meter Breite ausgebaut und asphaltiert. Das gilt auch für die Brücke am Kreuzhof. Am 12. April wird sie abgerissen und macht so einer breiteren Version Platz. Bis voraussichtlich Ende August ist der gesamte Abschnitt zwischen Kreuzhof und Otterbach voll gesperrt. Für den Radverkehr ist eine Umleitung über die Lampertsmühle ausgeschildert, der Weg wurde hierfür extra hergerichtet.

Alltagsradweg von Weilerbach nach Kaiserslautern

Die Corona-Pandemie habe zwar die eine oder andere Verzögerung ins interkommunale Projekt „Pendlerradroute Bachbahn“ gebracht, wie es von der Verbandsgemeinde Weilerbach heißt, die die Gesamtkoordination übernommen hat. Doch sei nach wie vor geplant, den neuen Alltagsradweg von Weilerbach nach Kaiserslautern Anfang 2023 einzuweihen. Der zweite Abschnitt besteht aus dem Neubau des Radweges auf beziehungsweise neben der ehemaligen Bachbahntrasse zwischen Otterbach und Weilerbach. Da muss aber erst noch das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden. Die Sanierung des Lautertal-Radweges wird mit rund 820.000 Euro der Gesamtzuschusssumme von 4,7 Millionen Euro aus den Mitteln des Programms „Klimaschutz durch Radverkehr“ gefördert und umfasst außerdem noch weitere Einzelmaßnahmen wie Mobilitätsstationen an den Bahnhaltepunkten Otterbach und Kaiserslautern-West. Die ersten davon wurden bereits in Angriff genommen. So gab es energiesparende und insektenfreundliche Leuchten für die Kaiserslauterer Rütschhofstraße.

„Mit der Trasse der ehemaligen Bachbahn haben wir einen idealen Verlauf, um Radfahrenden einen schnellen und bequemen Weg von Weilerbach nach Kaiserslautern zu bieten“, meinte Anja Pfeiffer, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Weilerbach, bei der Feier. Sowohl die Topographie als auch die Anbindung an die umliegenden Ortsgemeinden und Kaiserslauterer Stadtteile bedeuteten künftig eine Erleichterung für all diejenigen, die hier mit dem Rad ihre alltäglichen Wege zurücklegen wollten. „Die historische Bachbahn war für die Orte, durch die sie führte, eine wichtige Strecke alltäglicher Wege. Mit dem Bachbahnradweg hoffen wir, dass sie das in anderer Form wieder sein wird“, stellte Pfeiffer weiter fest. Als Verbundkoordinatorin des Gesamtprojekts meinte sie, dass die Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg und der Stadt Kaiserslautern als Kooperationspartner gut und eng sei.

Von vielen Radlern genutzt

Bürgermeister Harald Westrich betonte, dass die Ertüchtigung des Lautertal-Radwegs bereits in der frühen Phase der Umsetzung des Gesamtprojekts für die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg und besonders für die Ortsgemeinde Otterbach eine bessere Anbindung nach Kaiserslautern mit sich bringe. Die einst eher touristische Strecke habe sich zu einem Alltagsradweg gewandelt, der inzwischen von vielen Radlern genutzt werde. Die Bedeutung der Maßnahmen des ersten Bauabschnitts, wie beispielsweise die geplante Umwidmung der Rütschhofstraße zur Fahrradstraße, für das Mobilitätskonzept der Stadt Kaiserslautern hob Kreisbeigeordneter Peter Schmidt hervor. Peter Kiefer, Kaiserslauterer Beigeordneter, betonte ebenfalls, wie wichtig die Erneuerung des Lautertal-Radwegs für eine gute Verbindung in die Stadt sei. Unter anderem stelle die Sanierung der Brücke über die Lauter die Beseitigung eines aktuell kritischen Nadelöhrs dar.

Für die in eher kleinem Rahmen stattfindenden Veranstaltung hatte die Verbandsgemeinde Weilerbach eigens ein Hygienekonzept entwickelt. Vor Ort war eine Station aufgebaut, wo es für alle Teilnehmer einen Corona-Schnelltest unter fachlicher Aufsicht gab.