Rodenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Am Wasgau-Markt in Rodenbach wird probeweise ein Verkehrsspiegel aufgestellt

An der Ausfahrt des Wasgau-Marktes soll ein Verkehrsspiegel für bessere Übersicht sorgen.
An der Ausfahrt des Wasgau-Marktes soll ein Verkehrsspiegel für bessere Übersicht sorgen.

Nun wird doch ein Verkehrsspiegel an der Ausfahrt des Parkplatzes des Wasgau-Markts in Rodenbach aufgestellt – zunächst jedoch nur probeweise.

In der Sitzung des Rodenbacher Ortsgemeinderats am 19. März war das Aufstellen eines Spiegels am Wasgau-Markt von der Verbandsgemeindeverwaltung noch abgelehnt worden. Bei einer Ortsbesichtigung, an der Vertreter der Verbandsgemeinde (VG) Weilerbach, der Polizei, des Landesbetriebs Mobilität und der Ortsgemeinde teilnahmen, wurde die Situation am Wasgau-Markt kürzlich in Augenschein genommen und beurteilt, berichtet Ortsbürgermeister Markus Schick.

Auf Kosten der Ortsgemeinde

Kai Wiehn von der VG betont, dass der Spiegel nur probeweise und auf Verantwortung und Kosten der Ortsgemeinde Rodenbach aufgestellt werden kann. Wie bereits in der Sitzung des Gemeinderats erläutert, ist die VG als Straßenverkehrsbehörde die zuständige Stelle. Das damalige Nein zum Spiegel wurde von der VG damit begründet, dass das Ordnungsamt einem Verkehrsspiegel äußerst kritisch gegenüber stehe, da dieser ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln könnte. Oftmals würden Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Fahrzeuge falsch eingeschätzt, was zu gefährlichen Situationen führen könne. Zudem bestehe die Gefahr, dass manche Verkehrsteilnehmer den Spiegel missbrauchen, um ohne anzuhalten schnell in die Ausfahrt einfahren zu können. Insbesondere schwache Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer könnten durch den Spiegel leicht übersehen werden, was das Risiko von Unfällen erhöhen würde, so die Verwaltung.

Alles andere als übersichtlich

Der Rodenbacher Ortsbürgermeister und die Beigeordneten sind der Auffassung, dass die Ausfahrt aus dem Parkplatz des Wasgau-Markts auf die Straße unübersichtlich ist. Wegen der Kurve und der Stützmauer neben der abschüssigen Einfahrt sei die Situation alles andere als übersichtlich. Dass der Schutz von schwachen Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern und Fußgängern im Einmündungsbereich nicht besonders notwendig sei, gab der Ortsbürgermeister zu bedenken. Denn: Fußgänger und Radfahrer führen weiter südlich aus dem Parkplatz.

Die Ortsgemeinde wird nun einen Spiegel aufstellen und die Situation weiter beobachten, sagt Schick. Wiehn betont, dass die Verbandsgemeinde bezüglich der Unübersichtlichkeit einer Meinung mit der Ortsgemeinde ist: „Auch wir finden die Einfahrt dort alles andere als übersichtlich. Allerdings kann durch straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen nicht jede bauliche Gegebenheit korrigiert werden.“

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