Kaiserslautern
5 Oster-Wandertipps rund um Kaiserslautern
Durch Felder und Wälder, vorbei an Felsen und tollen Aussichtsplätzen: Die Gemeinden im Landkreis Kaiserslautern haben landschaftlich einiges zu bieten – vor allem, wenn es jetzt im Frühling anfängt, zu grünen und zu blühen. Zwischen Burgen, Schluchten, Planeten und sagenhaften Wegen fällt die Entscheidung dabei manchmal gar nicht so leicht. Eine Auswahl von fünf beliebten Wanderungen haben wir hier zusammengestellt: von Spazierwegen mit fünf Kilometern Länge bis zu größeren Touren mit bis zu 17 Kilometern.
1. Sagenhafter Waldpfad – Bruchmühlbach-Miesau
Los geht es gleich mit der längsten, aber nicht unbedingt anspruchsvollsten Tour. Sagenhaftes verspricht der 17 Kilometer lange Waldpfad bei Bruchmühlbach-Miesau. Einer der Start- und auch Endpunkte der Rundwanderung ist der Bahnhof. Von dort geht es durch den Wald zum ersten Aussichtspunkt, der den Blick auf die Westricher Moorniederung bis hin zum Nordpfälzer Bergland freigibt. An Weiden und Wiesen vorbei geht es zu einer Kneipp-Anlage und hinauf zur Sickinger Höhe. In den anschließenden waldigen Passagen zeigt sich, woher die Tour ihren Namen hat: Ein Waldlehrpfad erzählt von alten Sagen und Geschichten der Region. Danach geht es hinein in die Elendsklamm und zu einem kleinen Steinbruch. Nach Überquerung des Belzmühltals ist ein Abstecher zur Fritz-Claus-Hütte möglich. Dem Mühlbach folgend gelangt man zur Tausendmühle. Von dort geht es durch ein kleines Waldstück zurück zum Ausgangspunkt. Die Wegmarkierung ist ein grüner Wirbel mit gelben Punkten. Trotz einiger moderater Anstiege ist die Tour mit der Schwierigkeit Mittel eingestuft, ein Waldkauz als Maskottchen macht die Tour auch für Kinder spannend.
2. Teufelstour – Olsbrücken
Wer es dem Teufel an Ostern so richtig zeigen will, kann sich der Herausforderung stellen, die mit 15 Kilometern und über 400 Höhenmetern als schwer eingestufte Tour zu meistern. Startpunkte des Premium-Rundwanderwegs sind die Bahnhöfe Olsbrücken und Sulzbachtal sowie der Wanderparkplatz in Frankelbach. Entlang der Strecke, die durch die genannten Orte und Eulenbis führt, gibt es einiges zu sehen. Höhepunkte im Streckenabschnitt Sulzbachtal sind der Steinbruch, der Glockenturm und ein Keltengrab. In Olsbrücken können die Kirche und die Neumühle besichtigt werden. Frankelbach macht dem Namen der Tour alle Ehre. Hier gibt es den Teufelstein, aber auch einen Aussichtspunkt am Steilrech. Gute Aussichten gibt es auch in Eulenbis vom Turm auf dem Eulenkopf. Außerdem warten hier die Skulptur „Lebensscheibe“ und das Aussichtsplateau „Belvedere“ auf die Wanderer. Ausgeschildert ist die Strecke mit „Betzi“, dem Maskottchen des FCK. Hinweistafeln informieren außerdem an den verschiedenen Stationen über 300 Millionen Jahre Erdgeschichte und die geologischen Besonderheiten der Region.
3. Burg-Nanstein-Weg – Landstuhl
Der Name verrät schon, wohin dieser 12 Kilometer lange Rundwanderweg führt. Vom Bahnhof Landstuhl beziehungsweise der Stadthalle folgt man den weißen Schildern mit schwarzer Burg-Silhouette durch den Landstuhler Ortskern. Ein Waldpfad geht dann vorbei am Biedenkopfweiher und zum Heidenfelsen. Vorbei an bei Kletterern beliebten Felsformationen führt der Weg hinauf zum Aussichtspunkt „Herrengärtchen“, der den Blick auf die umgebende Landschaft und auch die Air Base Ramstein freigibt. 800 Meter weiter wartet dann die Burgruine Nanstein. Die Burgschänke bietet sich zur Einkehr an. Weiter geht es mit schönen Aussichten: Von der Marienkapelle aus, kann bis zum Potzberg geblickt werden. Und auch das nächste Etappenziel, der Bismarckturm, bietet ein schönes Panorama. Letzter Höhepunkt der Tour ist dann der Krämerstein, ein etwa 120 Meter langes und stellenweise zwölf Meter hohes Sandsteinriff. Von dort führt der Weg raus aus dem Wald und zurück in den Ort.
4. Planetenweg – Heiligenmoschel
Der Sonne entgegen geht es auf dem 7 Kilometer langen Planetenweg bei Heiligenmoschel. Los geht es im Ort selbst, von dort führt ein etwas steiler, asphaltierter Feldweg aus dem Dorf heraus und öffnet den Blick auf die Gemeinde, die Umgebung und den Donnersberg in der Ferne. Weiter geht es über einen leicht ansteigenden Schotterweg, der sich durch Felder und Wiesen zieht mit Blick auf das Pfälzer Bergland. Dass man sich dem Ziel nähert, zeigen nicht nur die Hinweisschilder – in Form des Planeten Saturn, leicht zu erkennen an seinen Ringen – sondern auch Hinweisschilder zu den Planeten, die der Tour ihren Namen geben. Diese sind im Maßstab 1:1,4 Milliarden in genau den Entfernungen aufgestellt, die die jeweiligen Planeten zur Sonne haben. Diese wird schließlich durch die Sonnenuhr auf dem Gipfel des Reiserbergs symbolisiert. Zwölf Obelisken, die die zwölf Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg darstellen, ermöglichen es hier, die Zeit mithilfe der Sonne zu ermitteln. Mit Blick auf Schneckenhausen geht es anschließend wieder den Berg hinab zurück zum Ausgangspunkt.
5. Spazierwanderweg Karlstalschlucht – Trippstadt
Zum Schluss noch ein Klassiker in der Region – in der entspannteren Variante als Spaziergang von 5 Kilometern. Von der Trippstadter Ortsmitte aus führt der Weg zunächst zum Trippstadter Schloss und durch den Schlosspark. Durch ein etwas verstecktes Holztor geht es von dort aus rechts bergab, vorbei an der Burg Wilenstein. Nach Überqueren der Moosalb geht es links und schließlich hinein in die Karlstalschlucht. Im Tal erwarten Wanderer Felsen, Sandsteine, kleine Brücken über den Bach und schließlich ein romantischer Holzpavillon, der übrigens auch auf den Wegmarkierungen zu sehen ist. Am Ende der Schlucht geht es vor dem letzten Treppenaufgang links. Nach Überqueren der Straße führt ein schmaler Pfad zurück nach Trippstadt.
