Bellheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zweiter Bürgermeisterkandidat am Start

Rüdiger John. Bellheims dritter Ortsbeigeordneter ist selbständiger Berater für Verkehrsunternehmen. Nun will er Verbandsbürgerm
Rüdiger John. Bellheims dritter Ortsbeigeordneter ist selbständiger Berater für Verkehrsunternehmen. Nun will er Verbandsbürgermeister werden.

Mit Rüdiger John (ÖDP) hat die Verbandsgemeinde Bellheim nach Gerald Job (FWG) nun einen zweiten Kandidaten, der sich fürs Amt des Bürgermeisters bewirbt.

Bürgermeister Dieter Adam (FWG) nach fast 30 Jahren im Amt aus diesem zum Jahresende, wenn er 65 wird, zurückziehen.

John, seine Kandidatur wird unterstützt von CDU und SPD, lebt seit 2006 in Bellheim. Dorthin ist er wegen seiner von hier stammenden Frau gezogen. Hier fühle er sich wohl, zu Hause. Das soll so bleiben. Deshalb habe er sich auch politisch engagiert. Seit rund zwölf Jahren Mitglied der ÖDP war er zunächst von 2009 bis 2014 Mitglied im Werksausschuss der Verbandsgemeinde und stellvertretendes Mitglied im Ortserneuerungsausschuss der Ortsgemeinde. Als der inzwischen aufgelöste ÖDP-Ortsverband, der im Kreisverband Südpfalz mit insgesamt rund 30 Mitgliedern aufgegangen sei, beschloss, zu keinen Wahlen mehr anzutreten, folgte eine Pause auf der politischen Bühne.

Erstes Treffen mit Wahlkampfteam

Diese betrat John 2019 wieder, als er von der SPD als dritter Ortsbeigeordneter nominiert und vom Rat gewählt wurde. In der Funktion ist er zuständig für Kitas, Schülerhort und Grundschule. „Mit Personalverantwortung für über 100 Leute“, sagte John, der in seiner Eigenschaft als Beigeordneter auch dem Schulträgerausschuss vorsitzt. Da ihm dieses Thema sehr viel Spaß mache, werde er dieses Amt auch im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde weiter ausüben. In diesem würde er größtmögliche Transparenz anstreben und ein Miteinander. Deshalb trete er im Wahlkampf „nicht gegen einen Kandidaten an, sondern für eine Sache“. Am Dienstagabend werde er sich erstmals mit seinem Wahlkampfteam, bestehend aus Vertretern der CDU und SPD treffen.

Geboren in Rüsselheim, absolvierte John zunächst eine Ausbildung zum Speditionskaufmann bei einer großen Spedition in Frankfurt. „2013 machte ich mein Hobby zum Beruf“, sagte John, der drei Tage vor der Wahl am 11. September 45 wird. Früher ist er gern Bus gefahren und hat Fahrpläne auswendig gelernt. Nun ist er also selbständiger Berater von kleinen und mittelständischen Verkehrsunternehmen, die sich beispielsweise an europäischen Ausschreibungen beteiligen wollen. Der verheiratete Vater von zwei Kindern ist seit gut einem Dutzend Jahren bei der Feuerwehr engagiert, ebenso beim deutsch-polnischen Freundschaftskreis Bellheim-Kozmin und hat früher beim „Frohsinn“ mitgesungen.

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