WÖRTH/SÜDPFALZ Zweite Rheinbrücke: „Verzögerung nicht ganz unerwartet“

Wartet auf die Zweite: die Rheinbrücke bei Wörth.
Wartet auf die Zweite: die Rheinbrücke bei Wörth.

„Das kommt nicht ganz unerwartet“, schreibt Steffen Weiß (Maximiliansau), Direktkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis 52 zur Ankündigung, dass mit dem Bau der 2. Rheinbrücke frühestens 2028 begonnen werden kann. Es sei jetzt dringend geboten, zeitlich greifbare Verbesserungen anzupacken. So könnte für eine Übergangszeit der Radweg über die bestehende Brücke für S-Pedelecs und E-Roller freigegeben werden – bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 25 Stundenkilometer. Außerdem erinnert Weiß an den Vorschlag der Freien Wähler, eine „Zweiradbrücke“ zwischen bestehender Eisenbahn- und Straßenbrücke zu bauen. Weiß verweist auf den Raum Kehl/Strasbourg: 2004 wurde die „Passarelle des deux rives“ (21 Millionen Euro) in Betrieb genommen, 2010 wurde mit der „Rheinbrücke Kehl“ eine zweigleisige Eisenbahnbrücke (23 Millionen Euro) auf dem bestehenden Brückenfundament eingeweiht und 2017 wurde eine separate Brücke über den Rhein für die Tramlinie fertiggestellt (24 Millionen Euro).

FDP-Direktkandidat Christian Völker (Hagenbach) rechnet nicht vor 2030 mit einer Realisierung der 2. Rheinbrücke. Die FDP sehe die Schuld daran im veralteten Planungsrecht. Völker weiter: „Sehr irritierend finde ich die Aussage von Martin Brandl (CDU), dass man jetzt bemüht ist, die ´Modernisierung des Planungsrechts´ anzugehen. Welche Partei stellt seit über 11 Jahren den Bundesverkehrsminister? Das sei doch die Union. “Warum also wurde dies nicht schon früher angegangen. Es zeigt sich, dass man hier sehr gerne die Schuld bei den anderen Parteien sucht, aber selbst nicht liefert.“