Kreis Germersheim Wochen-Spitzen

Beim Reit- und Fahrverein Schwegenheim läuft es tierisch gut: Der 2013 stark verjüngte Vorstand arbeitet gut zusammen und konnte bei der Mitgliederversammlung erste Erfolge vermelden. Kritisch über einen weiblichen Neuzugang äußerte sich aber Vorsitzende Elke Vollmar: „Die stellt sich ab und zu ä bissel stur“, sagte sie. Und fügte an: „Die iss ä närrisches Weib. Wenn se nedd will, will se nedd.“ Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: Vollmar meinte damit nicht die neu gewählte Rechnerin Ilona Groß oder die neue Beisitzerin Miriam Degen, sondern Stute Nikita. Elke Vollmar gratulierte bei der Versammlung auch Edgar Birkle nachträglich zum 80. Geburtstag. Als Geschenk überreichte sie ihm einen Gutschein für die Apotheke. „Dem Alter entsprechend“, sagte sie lächelnd. Betonte aber zudem: „Man kann damit auch etwas für die Schönheit kaufen.“ Birkle erwiderte: Ich nämm o, dass ich schä bin.“ Über das Geschenk hat er sich trotzdem gefreut. Wenn selbst das Regiment des klingelnden Handys nicht mehr funktioniert, muss etwas besonderes passiert sein. Fast schon mit den Füßen scharrend sitzen Mitglieder des Kreis-Umweltausschusses an ihrem Platz, nehmen immer wieder das vibrierende Handtelefon hoch, zeigen auf die Uhr. Ein paar sind bereits weg. Die Sitzung des Ausschusses dauert schon länger als zwei Stunden. Das ist höchst ungewöhnlich und Anschlusstermine (oder Feierabend) sind anders geplant. Aber was auch immer es ist: Ausschussvorsitzender Benno Heiter kennt kein Pardon, lässt jetzt keinen mehr ’raus. Denn wenn nur noch einer geht, ist der Ausschuss nicht mehr beschlussfähig – alles müsste noch einmal durchgeackert werden. Und das will keiner. Selbst wenn noch so viele Handys klingeln. Verfl... Sauerei! So was gibt’s doch gar nicht! Ein Aufschrei, der zu erwarten wäre – aber nicht kommt. Mehr als 30 Tonnen Müll haben fast 2000 Freiwille am Umwelttag eingesammelt. „Harmlosen“, wie Altpapier, und gefährlichen, wie Öl und Pflanzenschutzmittel. Der Tag war, leider, einmal mehr ein Beweis dafür, wie achtlos viele Zeitgenossen mit ihrer Umwelt (und ihren Mitmenschen) umgehen. Abfall einfach in die Landschaft zu werfen, ist nicht nur billig, es ist vor allem asozial und oft kriminell. Sauberes Wochenende!

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