Kreis Germersheim Wochen-Spitzen:

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Groß ist die Freude über den geplanten neuen Wasgau-Markt in Lustadt – nicht nur bei den Regierenden, sondern auch bei den Bürgern, zumindest bei den rund 100, die zur Einwohnerversammlung ins Rathaus gekommen waren. Und um deren Vorfreude weiter zu nähren und die potenziellen Kunden anzufüttern, ließ sich Wasgau nicht lumpen und sorgte für kühle Getränke, Brezeln und Pfälzer Leberwurst – wegen der sommerlichen Temperaturen allerdings in Dosen. Das Angebot wurde gerne angenommen. Auch von Ortsbürgermeister Volker Hardardt, der letztlich im Namen von Wasgau das Buffet für eröffnet erklärte und freudig hinzufügte: „Es gibt nichts Schöneres für einen Bürgermeister als einzuladen und nicht zu bezahlen.“ Bezahlt hat Peter Hornbach von der gleichnamigen Stiftung, der Wasgau zu 49 Prozent gehört. Ihn würdigte Hardardt denn auch als „unser wichtigster Mann, weil er baut und finanziert“. Dabei sollte es bleiben, denn so Hardardt weiter: „Und ich weiß, wo er wohnt und wo er sein Büro hat.“ Da kann ja nichts mehr schiefgehen – für Lustadt. Freisbach hat diese Woche einen bedeutenden Bürger verloren. Der Unternehmer Walter Stahl, der ehemalige Firmenchef und Gründer der Pemat Mischtechnik GmbH ist gestorben. Ein Nachruf muss in die RHEINPFALZ. Doch das Archiv gibt nur lückenhafte Informationen über die im Dorf bekannte und sehr geschätzte Persönlichkeit Walter Stahl preis, der sich um sein Dorf verdient gemacht hat. Also der Griff zum Telefonhörer: Zunächst informiert der Bürgermeister über die Lebensstationen des Verstorbenen. Ein Bekannter trommelt zusätzlich einige Freisbacher im SV-Vereinsheim zusammen, wo sie ihre Erinnerungen an Stahl erzählen, die Vereinschronik wird gewälzt und anschließend der Redaktion das Ergebnis mitgeteilt. Nun konnte diese einen würdigen Nachruf zum Tod des ehemaligen Ratsmitglieds, des SV-Ehrenvorsitzenden und „Liederkranz“-Ehrenmitglieds veröffentlichen. – Danke! Kaum haben sich die niedergelassenen Ärzte in Bellheim diese Woche über die Pläne ihres Ortsbürgermeisters für ein zusätzliches Ärztehaus beschwert, kommt schon der nächste Zukunftsschock auf sie zu. „Dr. Google“ wird bei der DAK in Germersheim hoffähig. Über das Internet will die Krankenkasse ihre Versicherten mit leichten und mittelschweren Depressionen therapieren, indem sie sie zweimal wöchentlich mindestens 30 Minuten am Computerbildschirm sitzen und dem entsprechenden DAK-Programm folgen lässt. Danach vertiefen „persönliche SMS“ die Wirksamkeit der Therapie. Ob diese Short-Message-Service-Nachrichten dann von einem Facharzt oder vielleicht doch von „Dr. Google“ kommen – der praktiziert ja sowieso schon im Netz – geht aus der Pressemitteilung der DAK nicht hervor. Eine ärztliche Verordnung ist für die digitale DAK-Depressionstherapie übrigens nicht notwendig und sie läuft auf Desktop, Tablet und Smartphone. Der Grund für die DAK, diese Online-Therapie einzuführen, ist nachvollziehbar: Es gibt nicht genügend Therapieplätze für Menschen mit Depressionen – obwohl Depression als Volkskrankheit gilt. Ob es nicht genügend Therapieplätze gibt, weil die Krankenkassen und -versicherer die einfach nicht bezahlen, ist der Pressemitteilung nicht zu entnehmen. Ein schönes Wochenende

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