Schaidt
Wie der Verkehr auf der Speckstraße langsamer werden soll
Die eindrucksvolle Schilderung von Anwohnern der Speckstraße nahe dem Ortseingang aus Richtung Langenberg zeigt Wirkung. Bei der Einwohnerversammlung im April hatten sie dargelegt, wie gefährlich es hier zugeht, weil viele Autos kaum auf die Geschwindigkeitsanzeige, die dort angebracht ist, achteten. Gefahren würden vor allem von den vielen Lastwagen ausgehen. Viele bretterten nahezu ungebremst in den Ortsbereich, war zu hören. Zu beobachten sei aber auch, dass viele Autos noch innerhalb der Ortschaft bereits beschleunigen und dabei schon viel schneller als Tempo 50 fahren.
Dies nahmen jetzt die im Ortsbeirat vertretenen Fraktionen und Gruppen zum Anlass für einen gemeinsamen Antrag bei Ortsvorsteher Hartmut Kechler (SPD). Darin fordern sie verkehrsberuhigende Maßnahmen am Ortsausgang in der Speckstraße. „Bevorzugt sollen Schikanen ähnlich dem östlichen Ortseingang in Freckenfeld geprüft werden, da hierin eine kostengünstige, schnell umsetzbare Lösung gesehen wird“.
Spiegel in der Hauptstraße
In einem weiteren Antrag, eingereicht von der Fraktionsgemeinschaft der Parteilosen Bürger Schaidt und Bündnis90/Die Grünen, geht es ebenfalls um mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Hier vor allem im Bereich des neuen Gesundheitszentrums in der ohnehin schon seit Jahren stark befahrenen Oberen Hauptstraße. Gefordert wird dort die Anbringung eines Verkehrsspiegels gegenüber der Grundstücksausfahrt in der Hauptstraße 1, um den von Osten kommenden Verkehr besser einsehen zu können. Winkelsteine würden die Einsicht versperren, weshalb ein Spiegel, der gegenüber an einem Lichtmast angebracht werden könnte, hier Abhilfe verspreche, schreiben Thomas Kirschenmann und Joscha Lytwyn.
Bedenken gegen die öffentliche Finanzierung des Spiegels äußerte Matthias Guckert (CDU). Schließlich stimmte eine Mehrheit aber für einen solchen. Über diesen wird wohl auch bei der nächsten Verkehrsschau gesprochen werden, die Ortsvorsteher Kechler ankündigte. Allerdings können interessierte Bürgerinnen und Bürger daran nicht teilnehmen, nur Polizei und Vertreter des Ordnungsamtes, so Kechler auf die Frage von Einwohnern.
Die waren wiederum zahlreich zur Sitzung am bisher heißesten Tag des Jahres gekommen. Viele ihrer Anfragen und Anregungen betrafen das Thema „innerörtlicher Verkehr“. Das spielt seit Jahren bei Sitzungen und Veranstaltungen in Schaidt eine große Rolle und erhitzt immer wieder die Gemüter.