Minfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Minfeld für die nächsten zwei Jahre die Aufnahme von Krediten plant

Auch für die Kuschmi steht Geld im neuen Haushalt.
Auch für die Kuschmi steht Geld im neuen Haushalt.

Weil Minfeld weiter viel investieren möchte, kann der Doppelhaushalt für 2026 und 2027 nicht ausgeglichen werden. Deshalb sind Kreditaufnahmen erforderlich.

Geplant sind 595.000 Euro für das kommende und weitere 255.000 Euro für 2027. So will die Gemeinde 2026 insgesamt 2,28 Millionen investieren und im Jahr darauf nochmals 1,1 Millionen, vor allem für den Ausbau von Straßen (Eichstraße, unterer Teil der Schießmauer), den Ankauf von Grundstücken – so zum Beispiel für den Neubau eines Kindergartens – und den Bau einer Photovoltaikanlage.

Nachdem das Land jetzt für die Ertüchtigung des Brandschutzes der Kuschmi (Kulturscheune) einen Zuschuss von 338.300 Euro auf die beihilfefähigen Gesamtkosten von rund 451.000 Euro gewährt hat, seien auch Planungskosten im neuen Haushalt eingestellt worden, teilte Ortsbürgermeister Martin Volz (FWG) mit. Im Januar werde sich der Rat eingehend mit dem Projekt Kuschmi beschäftigen, kündigte er an. Auch Mittel für dringend notwendige Sanierungsarbeiten, etwa an der Mundohalle, wurden eingestellt. Insgesamt wird der Jahresfehlbetrag für 2026 mit 553.350 Euro und 193.850 Euro für 2027 angegeben.

Keine Erhöhung der Gemeindesteuern

Im Vorbericht zum Doppelhaushalt empfiehlt die Finanzabteilung der Verwaltung der Ortsgemeinde zu überlegen, wie sie Aufwendungen einsparen könne, denn ein Mehr an Einnahmen sei bei allen Kommunen recht schwierig. Eine Erhöhung der Gemeindesteuern will der Rat aber nicht, die Steuersätze entsprechen daher denen des Vorjahres.

Auch für den Doppelhaushalt 2024/25 war ein nicht ausgeglichener Haushalt befürchtet worden, der von der Kommunalaufsicht zunächst auch nicht genehmigt worden war. Am Ende des Haushaltsjahres 2024 konnte Minfeld dann aber auf einen Jahresüberschuss von 570.000 Euro verweisen, vor allem wegen Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Und auch für 2025 zeichne sich ein Überschuss ab, so Volz. Der Rat billigte ohne größere Diskussionen den Doppelhaushalt einstimmig.

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