Bellheim
Wachdienst für Grundschulhof verlängert
[Aktualisiert: 20. Mai, 18.10 Uhr] In der Vergangenheit waren wiederholt Vandalismusschäden auf dem Grundschulgelände zu verzeichnen gewesen. Deshalb hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen, zuerst das Gelände einzuzäunen und mit abschließbaren Toren zu versehen. Darüber hinaus wurde ein Sicherheitsdienst ab 1. November für zunächst ein halbes Jahr mit der Bewachung des Areals beauftragt. Laut Beigeordnetem Rüdiger John (ÖDP) hat das Sicherheitspersonal seit Januar 57 Platzverweise ausgesprochen, zuvor seien es 59 gewesen. Nicht zuletzt weil man davon ausging, dass das Geschehen auf dem Spielplatz der Grundschule in den Sommer(ferien)monaten im Vergleich zu den Wintermonaten eher zunimmt, sprach sich der Rat dafür aus, weiterhin einen Sicherheitsdienst zu beschäftigen. Der hat laut John bis dato knapp 1500 Euro pro Monat gekostet. Weil eine andere Firma ein Angebot über knapp 1430 Euro vorgelegt hat, entschied sich der Rat für einen Wechsel zum günstigeren Anbieter.
Der Zaun
Keine Zustimmung erhielt der Vorschlag des Schulträgerausschusses, aufgrund der Vandalismusschäden auf dem Grundschulhof den Zaun zwischen den beiden Pavillons dort, die gemäß Ratsbeschluss innen gestrichen werden sollen, auf zwei Meter zu erhöhen. Thorsten Metz (CDU) argumentierte in der Ratssitzung zum einen damit, dass man in Bellheim keine Verhältnisse wie in den USA wolle, wo hohe Zäune üblich seien. Zum anderen verwies er auf die Verlängerung des Vertrages für einen Sicherheitsdienst, weshalb auf die Zaunerhöhung vorerst verzichtet werden könne. Eine Sichtweise, der sich fast alle Ratsmitglieder anschlossen, drei von der SPD stimmten dagegen.
Die Mensa
Die Grundschule soll künftig die Mensa in der benachbarten Realschule plus mitbenutzen dürfen. Die Mensa in der Grundschule entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzvorgaben. Weder dieser Raum wird nach dem Willen des Rates aus Kostengründen umgebaut, noch ein freiwerdender anderer Klassenraum. Den Raum so umzubauen, dass er den aktuellen Vorgaben des Gesundheitsamtes entspricht, würde schätzungsweise 67.000 Euro kosten, was voraussichtlich 12 bis 18 Monate dauern würde. Hinzu kämen danach Kosten für Strom, Wasser und Personal, sagte John. Stattdessen soll nun der bestehende Vertrag mit dem Caterer um einen Spülservice ergänzt werden – bis dato spült eigenes Personal – was Zusatzkosten von rund 17.000 Euro pro Jahr auslösen werde.
Die Ganztagsschule
Das Betreuungsangebot der Ergänzten Ganztagsschule (GTS) in der Grundschule soll aufgewertet werden. Dazu beschloss der Gemeinderat eine pädagogische Fachkraft einzustellen. Diese soll von Montag bis Donnerstag über Mittag insgesamt 20 Stunden pro Woche leisten; die Kosten dafür bezifferte Beigeordneter John auf rund 11.000 Euro. Ob die Beiträge für die GTS steigen werden, soll sich gemäß Ratsbeschluss entscheiden, wenn das Konzept unter Einbindung von Schule und Eltern erstellt ist. John regte an, die pädagogische Fachkraft, auch wenn sie nicht gleich benötigt werde, schon bald zu suchen, weil es derzeit schwer sei, solche Kräfte zu finden.