Landtagswahl
VG Hagenbach bleibt in CDU-Hand
In der Verbandsgemeinde Hagenbach geben die Christdemokraten den Ton an. Wie schon bei den Kommunalwahlen 2024 und der Bundestagswahl 2025 hatte die CDU auch bei der Landtagswahl am Sonntag die Nase vorn. Von den Zweitstimmen entfielen 32,5 Prozent auf die CDU und 28,1 Prozent auf die SPD. Bei den Wahlkreisstimmen fiel das Ergebnis noch deutlicher aus, hier stimmten 36,1 Prozent für Florian Bellaire (CDU) und nur 26,7 Prozent für Katrin Rehak-Nitsche (SPD). Für die derzeit arg gebeutelten Genossen ist das Ergebnis besonders bitter, schließlich lagen sie vor fünf Jahren noch ganz klar vorne. Der Verlust von 10,7 Prozentpunkten liegt sogar noch über dem auf Landesebene (minus 9,8). Aber am südlichsten Zipfel der Pfalz gibt es einen Hoffnungsschimmer für die SPD, liegt sie doch in Neuburg mit 33,3 Prozent der Zweitstimmen vor der CDU (29,6). Bei den Erststimmen liegt aber auch hier Bellaire mit 34,6 Prozent vor Rehak-Nitsche 30,8.
Dritte Kraft ist auch in der VG Hagenbach die AfD, die ihre Stimmenzahl um 10,7 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent nahezu verdoppeln konnte. Für AfD-Direktkandidat Andreas Wondra votierten 20,8 Prozent der Wähler in der VG. In seiner Heimatstadt stimmten sogar 22,4 Prozent der Hagenbacher Wähler für ihn.
Schwerer Stand für kleine Parteien
Da der Wahlkampf stark auf den Kampf um das Ministerpräsidenten-Amt fokussiert war, hatten die kleinen Parteien einen schweren Stand – in der VG Hagenbach noch mehr als anderswo. Die Grünen erhielten 5,8 Prozent der Zweitstimmen, die Freien Wähler 3,5 Prozent. Die FDP, die bei der Landtagswahl 2021 mit 5,4 Prozent auch in der Verbandsgemeinde die Fünf-Prozent-Hürde übersprang, erhielt dieses Mal nur 2 Prozent Zustimmung. Damit liegen die Liberalen nur noch knapp vor der Tierschutzpartei, die 1,8 Prozent der Zweitstimmen einsackte. Wie überall im Land lag auch in der VG Hagenbach die Wahlbeteiligung über der von 2021: 71,9 statt 66 Prozent.