Schaidt Verkehrsberuhigung: Runder Tisch gefordert

Unser Bild zeigt die Einmündung der Speckstraße in die Hauptstraße in Schaidt.
Unser Bild zeigt die Einmündung der Speckstraße in die Hauptstraße in Schaidt.

Der Durchgangsverkehr ist in Schaidt schon lange ein Ärgernis. Nun wird eine weitere Zunahme befürchtet. Die Forderungen nach Verkehrsberuhigung werden lauter.

Im Norden die Eisenbahnlinie von Winden nach Weißenburg, im Süden der Bienwald. Und dazwischen eine Gemeinde, die unter dem nicht enden wollenden Durchgangsverkehr leidet. Seit vielen Jahren bereits. Und in der nichts so sicher zu sein scheint wie die Tatsache, dass an den Bau einer Umgehungsstraße in absehbarer Zeit wohl nicht zu denken ist.

Aber nur mit einer solchen Ortsumgehung wäre der Verkehr, der von der Bildstraße über die Speckstraße und die Obere Hauptstraße sich in Richtung Westen (und natürlich umgekehrt) wälzt, aus dem Ort zu bekommen. Das sieht nicht nur Ortsvorsteher Hartmut Kechler (SPD) so. Das Thema „Verkehrsberuhigung“ sorgte auch für einen großen Besucherandrang bei der Sitzung des Ortsbeirats. Man musste noch Stühle herbeischaffen, damit sich alle Interessenten auch setzen konnten.

SPD fordert Runden Tisch

Befürchtet wird eine weitere Zunahme des Durchgangsverkehrs nach Fertigstellung der Tunnels bei Bad Bergzabern im Zuge der Bundesstraße 427. Denn viele Autos bewegen sich in Richtung Wörth und Karlsruhe. Und die würden sich dann wohl den Weg über die Bildstraße wählen, so die Sorge. Und außerdem erwartet man noch mehr Autos in Schaidt, wenn das Gewerbegebiet in der westlichen Nachbargemeinde Steinfeld einmal umgesetzt wird, sagt SPD-Beiratsmitglied Christine Greulich. Nicht umsonst habe ihre Fraktion jetzt einen Antrag zur Einberufung eines Runden Tisches gestellt, mit allen Fraktionen, der Polizei, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der Verwaltung „und allen, die hier etwas zu sagen haben“.

Im Mai vergangenen Jahres hatte es dazu bereits einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen des Ortsbeirats gegeben. Geschehen ist bisher allerdings nichts, weshalb die SPD „eine baldige Terminierung“ für den Runden Tisch fordert. Einstimmig stimmte der Ortsbeirat dem zu, denn verkehrsberuhigende und geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen wollen schließlich alle. Und ganz dringend fordern dies die Anlieger in der Oberen Hauptstraße oder der Speckstraße.

Mehr Geschwindigkeitsmessungen

Deutlich war dies auch bei der im letzten Jahr durchgeführten Einwohnerversammlung der Stadt, bei der Bürgermeister Steffen Weiß (FWG) Hilfen ankündigte. Konkret ging es um die Ortseinfahrt von der Bildstraße in die Speckstraße. Hier denkt man seit Jahren über bauliche Veränderungen nach, um den Verkehr zu verlangsamen. Vor allem Lastwagen würden hier ungebremst in den Ort hineinbrettern, so die Beobachtung einer Anwohnerin, die sich in der Einwohnerversammlung zu Wort gemeldet hatte.

Da zwischenzeitlich noch immer nichts geschehen sei, stellte jetzt die SPD einen weiteren Antrag zur „Durchführung mobiler Geschwindigkeitsmessungen in der Speckstraße am Ortseingang“. Schikanen hatte der Ortsbeirat schon 2025 gefordert, doch hierzu standen im Doppelhaushalt der Stadt keine Mittel zur Verfügung, ließ die Verwaltung wissen. Auch seien die Vorgaben der Kommunalaufsicht für Investitionsmaßnahmen nicht erfüllt, hieß es damals.

Dieser Antrag löste nun eine kontroverse Diskussion aus, in deren Verlauf etwa Matthias Guckert (CDU) nichts von Blitzern wissen wollte. Diese solle man nur dort aufstellen, wo es wirkliche Gefahrenquellen gebe. Einfache Lösungen, als Beispiel wurde die Verengung an der östlichen Ortseinfahrt von Freckenfeld genannt, müssten doch machbar sein, hieß es. Zur Not könne man ja wegen der Finanzierung auf das Budget des Ortsbeirates zurückgreifen. Jedenfalls sollten die Bürger sehen, dass etwas geschieht und sie nicht nur immer nur vertröstet würden. Schließlich billigte der Rat mit Stimmenmehrheit (bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung aus der CDU-Fraktion) den SPD-Antrag zur mobilen Geschwindigkeitsmessung.

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