Kreis Germersheim Turngeräte für Schulsport zu marode

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Viele Sportgeräte in der Rheinhalle Maximiliansau sind laut Turnverein in einem schlechten Zustand. Die Nutzung der maroden Geräte sei gefährlich, so der Vorwurf mit dem sich der Verein an die Stadtverwaltung und die Fraktionen im Maximiliansauer Ortsbeirat wendete. SPD und CDU stellten in der Sitzung des Ortsbeirates am Montag daher den gemeinsamen Antrag den Zustand zu prüfen und gegebenenfalls neue Geräte anzuschaffen.

Laut Turnverein wurden die Geräte in der Sporthalle in den vergangenen Jahren nicht erneuert und der Zustand immer schlechter. „Die Benutzung wurde von uns immer weiter eingeschränkt und der Turnbetrieb auf immer weniger Geräte reduziert“, schreibt der Turnverein. Die Sportgeräte können „für einen ordentlichen Sportbetrieb beziehungsweise für den Schulsport nicht benutz werden“, so der Vorwurf. Unter anderem würden ein neuer Barren, ein Schwebebalken und ein Sprungpferd benötigt. Ortsvorsteher Jochen Schaaf (SPD) verwies darauf, dass die Geräte jährlich vom TÜV geprüft werden. Corinna Grasmehr (CDU) konnte von ihren schulpflichtigen Kindern berichten, dass die Geräte geprüft seien, viele jedoch ein rotes Schild tragen, die ein Benutzen untersagen. „Ich verstehe nicht, dass die Stadt nichts tut, wenn das bekannt ist“, zeigte sich Schaaf verwundert. Die SPD schlug vor, dass der Gerätebestand von einem Experten vom Turnerbund geprüft werden sollte. Die CDU regte an, auch die Leitung der Grundschule für die Bedarfsermittlung einzubeziehen. Die Aktion „Gelbe Füße“ werde von einer breiten Mehrheit der Eltern mit Kindern in der Grundschule und in den Kindergärten im Ort begrüßt, teilte Sabine Jantzer-Schmidt (CDU, Stadtrat) mit. An neun Stellen im Ort wurden die gelben Füße aufgemalt, um Übergänge zu kennzeichnen, die Kinder auf dem Weg zur Schule oder in den Kindergarten nutzen. Autofahrer und Kinder sollen so jeweils aufeinander aufmerksam gemacht werden, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen. Bei einer Umfrage unter den Eltern über die Schulwege der Kinder wurden laut Jantzer-Schmidt weitere Stellen genannt, an die Markierungen kommen sollten. Diese werden geprüft und dann im Ortsbeirat diskutiert. Zuerst müssen jedoch die bestehenden Markierungen erneuert werden, da diese bereits ausgeblasst sind. Die von der Unfallkasse empfohlene Farbe habe eine schlechte Qualität gehabt. Zudem plant die Grundschule das Aufstellen von Figuren in Kindergröße, die Autofahrer an Querungspunkten aufmerksam machen sollen, dass hier öfter Kinder unterwegs sind. Die VR-Bank hat für die Schulung der Kinder im Rahmen des Projektes 500 Euro gespendet. Ludger Witte (SPD) kritisierte, dass die Aktion vor der letzten Wahl von der CDU vereinnahmt und instrumentalisiert wurde, obwohl auch die SPD im Rat für die „Gelben Füße“ gestimmt hatte. Jantzer-Schmidt wies diesen Vorwurf zurück und verwies darauf, dass sie sich ehrenamtlich an der Schule engagiere und dies nichts mit der Partei zu tun habe: „Das ehrenamtliche Engagement an der Grundschule ist nicht ans Parteibuch gebunden.“ (mb)

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