Germersheim Tanzen für die niederländische Fußball-Nationalmannschaft

Rund 20 Studierende und Uniangestellte stärken dem Oranje-Team tanzend den Rücken.
Rund 20 Studierende und Uniangestellte stärken dem Oranje-Team tanzend den Rücken.

Wenn die Niederlande am Mittwochabend das Fußball-EM-Halbfinalspiel gegen England nicht gewinnen, dann hat es nicht an den Studierenden und Angestellten der Germersheimer Uni gelegen.

Rund 20 von ihnen trafen sich gegen 13 Uhr im Audimax, um zum niederländischen Fansong „Links Rechts“ der Snollebollekes zu tanzen, einmal zur niederländischen und einmal zur deutschen Version des Liedes. Kostümteile wie Perücken, lange Puschelohren, Federboas, Fähnchen und Fahnen lagen auf Tischen bereit. Das meiste in orange, Pardon, Oranje, oder in den Nationalfarben Rot, Weiß, Blau.

Hüpfen, drehen, links und rechts im Takt der Musik tanzen. Nach zwei Durchgängen sind einige sichtlich außer Puste.
Hüpfen, drehen, links und rechts im Takt der Musik tanzen. Nach zwei Durchgängen sind einige sichtlich außer Puste.

Kurz vor Eins war die Anzahl der Leute im Vorlesungssaal noch sehr überschaubar. Rianne Fuchs-Franke, Leiterin des rund 60 Studierende zählenden Arbeitsbereiches Niederländisch am Germersheimer Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Uni Mainz, sagte, dass man in Anbetracht des Fußballfiebers hier ein wenig feiern will. „Wir hatten spontan die Idee, auch kleine Sprachen bekannt zu machen“, ergänzte die Niederländisch-Dozentin Stephanie Weiß. Und fügt nicht ganz ohne Stolz hinzu, dass man deutschlandweit nur in Germersheim Niederländisch für Übersetzer und Dolmetscher studieren kann. Andernorts ließe sich „nur“ die klassische Sprachwissenschaft studieren. Plötzlich ertönt Stimmengewirr von draußen, und ein Pulk Studierender und Uni-Angestellter strömt in den Saal. „Es sind ja doch noch ein paar da. Ich dachte, wir sind zu dritt“, sagte eine Studentin lachend und besorgt sich etwas Oranjes. Und nach einem kurzen Soundcheck geht es auch schon los: hüpfen, drehen und nach rechts und links geht es im Takt der Musik. Nach wenigen Minuten ist es im Saal etwas wärmer, und die Tanzenden sind ein wenig außer Puste.

Und weil der Tanz für Nachwelt erhalten bleiben soll, wird ein Video gedreht.
Und weil der Tanz für Nachwelt erhalten bleiben soll, wird ein Video gedreht.

Eine davon ist Kasia Zajega. Sie gehört nicht zum Niederländisch-Arbeitsbereich. Sie hat mehr aus Verbundenheit mit diesem mitgemacht als aus Fußball-Begeisterung, erzählt die im zweiten Master-Semester polnisch, englisch und deutsch Studierende. Wenn aber die Partie Niederlande gegen England am Abend übertragen wird, will sie trotzdem auf alle Fälle zum Public Viewing ins Hauptgebäude der Uni kommen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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