Kreis Germersheim SPD-Kreisverband: Rehak-Nitsche und Kropfreiter geben Vorsitz ab

Der neue Vorstand der Kreis-SPD mit der neuen und der alten Doppelspitze.
Der neue Vorstand der Kreis-SPD mit der neuen und der alten Doppelspitze.

Vor zwei Jahren wurde erstmals eine Doppelspitze im SPD-Kreisverband gewählt. Jetzt gibt es einen Wechsel: Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten haben ihren Vorsitz abgegeben.

Es gibt wieder einen Wechsel an der Spitze der Kreis-SPD. Die Landtagsabgeordnete Katrin Rehak-Nitsche und der Landtagsabgeordnete und Lingenfelder Ortsbürgermeister Markus Kropfreiter sind nicht mehr Vorsitzende des Kreisverbands. Bei der turnusmäßigen Delegiertenkonferenz wurde am Freitag, 1. Dezember, eine neue Doppelspitze gewählt.

Damit gibt es weiter keine Kontinuität: Erst 2021 hatte sich der bisherige Chef des SPD-Kreisverbandes, Felix Werling aus Leimersheim, nicht mehr zur Wahl gestellt. Dabei war er 2018 zum Nachfolger der langjährigen Kreisverbandsvorsitzenden Barbara Schleicher-Rothmund gewählt worden – damals sprach man von einem erfolgreichen Generationswechsel. Werling war nach dem Abschluss seines Politik-Studiums als wissenschaftlicher Mitarbeiter des SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Hitschler tätig. Er verzichtete wegen vieler weiterer Verpflichtungen auf eine Wiederwahl.

Im November 2021 hatte dann man sogar die Satzung des Kreisverbandes an die der Bundespartei angepasst, um auch im Kreis Germersheim eine Doppelspitze zu ermöglichen. Die Doppelspitze könnte nun auch von zwei Frauen gebildet werden, nicht aber von zwei Männern. Sie ist paritätisch zu besetzen, wenn es männliche Bewerber gibt. Eine Frau muss dabei künftig immer als Vorsitzende dabei sein. Damals wurden die Landtagsabgeordneten Katrin Rehak-Nitsche und Markus Kropfreiter gewählt.

Mit dem Argument, Mandat und politisches Amt trennen zu wollen, um damit auch die Basis mehr zu stärken, hätten die beiden bisherigen Vorsitzenden nun den Weg für eine Neubesetzung der Kreisspitze freigeräumt, heißt es in einer Mitteilung der SPD. Monique Dinies aus Kandel und Ziya Yüksel aus Kuhardt wurden mit einer großen Mehrheit von 87, beziehungsweise 94 Prozent der Stimmen zu neuen gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Beide waren zuvor stellvertretende Vorsitzende im Kreisverband.

Monique Dinies (38, zwei Kinder) ist B-Kandidatin des rheinland-pfälzischen Arbeitsministers Alexander Schweitzer, stellvertretende Gemeindeverbandsvorsitzende der Verbandgemeinde Kandel und Beisitzerin des Ortsverein Kandel. In der Mitteilung wird sie damit zitiert, dass sie „mehr wagen und mehr Verantwortung übernehmen möchte“, damit der Kreis sozial gerechter werde und mehr Menschen die gleichen Chancen hätten. Gerade das Thema „mehr Frauen in der Politik“ sei ihr besonders wichtig.

Ziya Yüksel (52, verheiratet, zwei erwachsene Kinder), B-Kandidat der Landtagsabgeordneten Rehak-Nitsche, ist in zahlreichen weiteren Strukturen der SPD engagierter Gewerkschafter. Außerdem wirkt er in der Arbeitnehmervertretung eines global agierenden chemischen Unternehmens in Ludwigshafen mit. Im Landkreis Germersheim ist Yüksel Vorsitzender des Beirates für Migration Integration. Für ihn sind in Zeiten von Transformationen und demokratischen Herausforderungen die Themen Umverteilung und gesellschaftlicher Zusammenhalt ein besonderes Anliegen.

Mit dem Wechsel an der Spitze rüste man sich für die großen Herausforderungen wie die anstehenden Landrats- und Kommunalwahlen und wage eine neue Zeit für die SPD im Kreis, heißt es in der SPD-Mitteilung.

Ergebnis der Neuwahlen

Vorsitzende: Monique Dinies und Ziya Yüksel, Stellvertreter: Leah Zoller (Hagenbach) und David Rosenberg (Kuhardt), Kassiererin: Inge Volz (Westheim), Schriftführerin: Sabine Schley (Germersheim). Besitzer: Markus Kropfreiter (Lingenfeld), Sümeyye Özmen (Wörth), Katrin Rehak-Nitsche (Wörth), Mike Schönlaub (Kandel), Julian Schwaninger (Hagenbach), Jürgen Stoffel (Rülzheim), Rainer Strunk (Bellheim), Sebastian Ungeheuer (Lingenfeld).

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