Bellheim SPD: Kreis soll Schulentwicklungsplan aktualisieren

Bellheim wünscht sich weiterhin eine Schule mit Oberstufe in Realschule plus und ehemaliger Hauptschule (Bildmitte).
Bellheim wünscht sich weiterhin eine Schule mit Oberstufe in Realschule plus und ehemaliger Hauptschule (Bildmitte).

Die Bellheimer SPD hadert weiter mit dem Kreistagsbeschluss, das geplante neue Gymnasium in Rheinzabern und nicht in Bellheim zu bauen.

„Die Bellheimer Bürger müssen akzeptieren, dass Landrat (Martin) Brandl (CDU) sich nicht bemühen wird, Gespräche mit dem Land RLP (Rheinland-Pfalz; Anm. d. Red.) zu führen, um den teuren Einrichtungsbeschluss für das neue Gymnasium in Rheinzabern noch einmal zu verändern. Dennoch hält die Bellheimer SPD dieses Vorgehen weiterhin für falsch.“ Das schreiben Bellheims SPD-Vorsitzender Rainer Strunk und die SPD-Fraktionssprecherin im Ortgemeinderat, Sigrid Weiler, in einer Stellungnahme zum Kreistagsbeschluss. Zum wiederholten Mal sei Bellheim bei der Standortentscheidung für eine weiterführende Schule aus politischen Gründen vom Kreis übergangen worden, obwohl die aneinandergebauten Gebäude von Realschule plus und ehemaliger Hauptschule zur Verfügung stünden. Vor rund 20 Jahren ging es um eine Gesamtschule. Zuletzt beim Schulentwicklungsplan von 2024, als „Entscheidungen unter anderem auf der Basis fehlerhafter Informationen in diesem Plan getroffen“ worden seien, um ein Gymnasium. Auch wurde die Entscheidung nach Ansicht der beiden SPD-Politiker innerhalb von nur vier Wochen „durch alle politische Gremien gepeitscht. Für eine fundierte Diskussion blieb gar keine Zeit“. Bei der angeblich nicht zu erfüllenden Forderung nach einer Busanbindung sei übersehen worden, dass diese auf dem benachbarten Gelände der abgerissenen Schneider-Halle hätte umgesetzt werden können.

„Aber vielleicht ist Bellheim auch selber ein bisschen schuld“, meinen die SPDler. Die einstimmige Resolution des Bellheimer Gemeinderates von vor einem Jahr sei zwar vom Verbandsbürgermeister Gerald Job (FWG) weitergereicht und zwei Monate lang auf eine banale Antwort des Landes gewartet worden, aber: „Weitere Aktivitäten? Fehlanzeige!“ So hätten sich weder Job im Kreisausschuss noch der Bellheimer und ehemalige Landtagskandidat Tobis Baumgärtner (CDU) im Kreistag zu Wort gemeldet. „Bleibt zu hoffen, dass der Schulentwicklungsplan erneut rasch aktualisiert wird und noch einmal genauer nach der Situation der Schüler:innen aus dem Nordkreis geschaut wird“, so die SPD.

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