Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Sparkasse gibt grünes Licht für Kauf von Kreishaus

Das Gebäude ist nicht mehr lange Sitz der Kreisverwaltung: Der Flügel links im Bild wird saniert, der Flügel rechts im Bild verk
Das Gebäude ist nicht mehr lange Sitz der Kreisverwaltung: Der Flügel links im Bild wird saniert, der Flügel rechts im Bild verkauft und abgerissen.

Die Kreisverwaltung will das Gebäude am Luitpoldplatz verkaufen, die Sparkassen will es abreißen und neu bauen. Jetzt sind die Pläne wieder einen Schritt weiter gekommen.

Anfang März hatte schon der Kreistag für den Verkauf des sogenannten 50er-Jahre-Gebäudes in der Germersheimer Innenstadt gestimmt. Damit rückt die Umsetzung der Pläne, die Ende 2025 von Landrat Martin Brandl, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Südpfalz, Benjamin Hirsch und dem Germersheimer Bürgermeister Marcus Schaile verkündet wurden, wieder einen Schritt näher.

Kreisverwaltung zieht um

Damals wurde die Idee öffentlich, dass die Sparkasse ihren Standort am Tournuser Platz aufgeben will. Dafür will sie das 50er-Jahre-Gebäude kaufen, abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die derzeit noch im Gebäude am Luitpoldplatz arbeiten, packen aktuell Umzugskisten. Sie werden zusammen mit dem Landrat nach Rülzheim umziehen, in ein Gebäude, das von der Englert-Holding vermietet wird. Dieser Umzug ist Teil einer großen Neuordnung der Kreisverwaltung, in deren Zuge Abteilungen auch in das frühere Sparkassengebäude nach Kandel und in das ehemalige Nolte-Gebäude nach Germersheim umziehen werden.

Nach der Entscheidung des Kreistags Anfang März standen nun Termine bei der Sparkasse Südpfalz an, unter anderem eine Tagung des Verwaltungsrates am 18. März. „Die Gremien der Sparkasse haben für den Kauf der Grundstücke am Luitpoldplatz in Germersheim grünes Licht gegeben“, heißt es nun von der Sparkasse auf Anfrage der RHEINPFALZ. Damit seien die Voraussetzungen für den geplanten Neubau in zentraler Lage der Stadt geschaffen. „Geplant ist ein modernes Gebäude mit Gewerbe- als auch Wohnflächen, das höchsten ökologischen Standards gerecht wird“, schreibt die Sparkasse.

Quartier soll weiterentwickelt werden

Ziel sei „ein modernes, zukunftsfähiges Multifunktionsgebäude, das unseren Kunden ein optimales Beratungserlebnis bietet und gleichzeitig unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern moderne Arbeitswelten ermöglicht“, wird Svend Larsen, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Südpfalz, zitiert. Laut Bürgermeister Marcus Schaile ist der geplante Neubau ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Stadt, da aktuell das gesamte Quartier entlang der Queich neu geordnet werde. Landrat Martin Brandl verweist darauf, dass der Neubau nicht nur das Bild der Kreisstadt bereichern, sondern auch eine verbesserte Infrastruktur schaffen wird.

Im Erdgeschoss wird die Sparkassen-Filiale am Standort Germersheim ihre neue Heimat finden sowie die sogenannte Marktdirektion Büros beziehen. Zudem werden Flächen für weitere Büros zur Verfügung stehen sowie Wohnraum geschaffen.

Neue Aussagen zum Zeitplan gab es von Seiten der Sparkasse bislang nicht. Bei der ersten Präsentation der Pläne zeigte sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hirsch zuversichtlich: Wenn alles rund laufe, könnten schon im dritten Quartal 2026 die Bagger für den Abriss des Traktes rollen, hieß es damals. Im Sommer 2029 könnte dann die neue Sparkassen-Filiale eröffnen.

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