Lustadt Sieben Stunden Warnstreik bei Riwald Electronics

Laut IG Metall beteiligte sich die komplette Belegschaft an dem Warnstreik.
Laut IG Metall beteiligte sich die komplette Belegschaft an dem Warnstreik.

Mit einem siebenstündigen Warnstreik, von 7 bis 13 Uhr, hat am Freitag die Belegschaft der Riwald Electronics Recycling GmbH dagegen protestiert, dass es von Seiten des Konzerns Arcelor Mittal noch keine Rückmeldung zum Verhandlungsergebnis gegeben hat. Als Tochter von Arcelor Mittal muss sich die Geschäftsführung von Riwald Electronics Recycling jede Entgelterhöhung von der Konzernmutter in Luxemburg genehmigen lassen

Ende Januar hatte es bei dem Unternehmen den ersten Warnstreik der Firmengeschichte gegeben. Mehrere Verhandlungsrunden und zwei weitere Warnstreiks weiter habe Anfang März ein Verhandlungsergebnis erzielt werden, so IG-Metall-Verhandlungsführer Philipp Nerger.

Dabei ist zum Beispiel bei einer Gesamtlaufzeit von 15 Monaten eine rückwirkende Entgelterhöhung zum 1. Januar 2026 um 1,99 Prozent vorgesehen sowie eine weitere Steigerung um 1,99 Prozent zum 01.01.2027. Zum April 2026 sollte es einen monatlichen steuer- und sozialabgabefreien Sachbezug in Höhe von 50 Euro pro Mitarbeiter geben, der Teil einer Betriebsvereinbarung werden sollte. Zudem wurden zwei Einmalzahlungen vereinbart, 400 Euro im April 2026 und weitere 250 Euro im Januar 2027.

Allerdings sei im vergangenen Monat noch keine Rückmeldung von Arcelor Mittal erfolgt, so IG-Metall-Verhandlungsführer Nerger. Daher habe man mit der Niederlegung der Arbeit am Freitag ein Zeichen setzen wollen.

Mehr zum Thema
x