Kreis Germersheim
Schaden bleibt mit Absicht
Jedes mal, wenn Franz Küpferle zur Bienwaldruhe nach Kandel fährt, ärgert er sich auf dem Weg dahin über einen Straßenschaden. Doch das Forstamt möchte den Schaden nicht reparieren. Ganz im Gegenteil.
Wer von der K15 kommend auf die kleine Straße zum Waldfriedhof Bienwaldruhe und Naturfreundehaus in Kandel fährt, der wird sie kennen: Eine Absenkung im Straßenbelag von mehreren Zentimetern, die bei manchem Fahrer schon für Verunsicherung gesorgt hat, weil er Angst um seinen Autounterbau hatte. Laut Küpferle, der die Straße regelmäßig befährt, wurden vor Jahren, als der Schaden noch nicht ganz so groß war, Hinweisschilder aufgestellt. Die Rille werde mit der Zeit immer tiefer und es wäre wohl billiger gewesen, die Straße zu sanieren anstatt Schilder zu kaufen, so Küpferle.
Johannes Becker vom Forstamt Bienwald sagt aber, dass diese Absenkung mit Absicht belassen wurde, um die Geschwindigkeit einzuschränken. Vor allem bei Spaziergängern, älteren Menschen sowie Rollstuhlfahrern sei die Straße beliebt. Darüber hinaus ist die Fahrbahn nach dem Neuaustrieb von Gehölzen am Straßenrand im Frühjahr besonders eng und zu schnelles Fahren sehr gefährlich. Deshalb wurde nach Absprache mit der Stadt Kandel die Fahrbahn nicht saniert, sondern lediglich Schilder aufgestellt.