FREISBACH/WEINGARTEN RHEINPFALZ Plus Artikel Randale im Paradies

Holger und Carolin Karn in ihrem Garten, in dem es Vandalismus gab, der aber repariert wurde.
Holger und Carolin Karn in ihrem Garten, in dem es Vandalismus gab, der aber repariert wurde.

An der Brücke zwischen Freisbach und Weingarten liegt ein idyllisches Gelände. Dort hat eine Freisbacher Familie vergangene Woche eine böse Überraschung erlebt, der aber eine positive Reaktion folgte.

Carolin und Holger Karn haben auf ihrem Privatgrundstück, einer alten Streuobstwiese, für sich und ihre Kinder ihr eigenes kleines Paradies geschaffen. Gerne und oft verbringen sie dort gemeinsam ihre Freizeit und investieren dort „mit viel Liebe“ ihre Arbeitskraft. Auch für die Kinder sei es immer wieder ein großes, aufregendes Abenteuer, in den Bäumen und Hecken Geheimnisse zu entdecken“, berichtet Carolin Karn.

Neulich dann der Schock: Randale! Vandalismus! „Leider mussten wir mit viel Ärger und Bedauern in den Tagen, als das Wetter endlich besser wurde, feststellen, dass immer wieder Kinder und Jugendliche dort waren und randaliert haben“, kritisiert Karn. Die Folgen: Die noch nicht identifizierten Täter entfernten die Leiter zum Baumhaus und warfen sie in die Hecken. Zudem holten sie Schaukeln aus einem Versteck und warfen sie „wahllos durch die Gegend“. Mehr noch: Das Schild, das das Grundstück als Privatgelände kennzeichnet, rissen die Unbekannten von einem Baum und zerbrachen es dadurch. Und: Sie zerstörten auch das Geländer an der Brücke mutwillig.

Mitwisser melden sich und helfen Schäden zu beheben

Carolin Karn ist froh, dass aufmerksame Bürger die Eindringlinge vertrieben haben, ärgert sich aber über die Schäden: „Uns dort alles kaputtmachen und zerstören aus purer Langeweile, geht gar nicht“, betont sie. Ihren Unmut darüber hat sie deshalb in sozialen Medien gepostet. Dabei rief sie Bürger aus Freisbach und Weingarten auf, sich zu melden, wenn sie „etwas oder jemanden gesehen haben oder in Zukunft dort sehen“. Zudem appellierte sie auch an die Täter: „Falls dies jemand lesen sollte, der daran beteiligt war, und die Reue überkommt, darf er gerne zu uns kommen und sich entschuldigen. Wir sind wahrhaftig keine Menschen, die jemandem etwas Böses wollen. Wir können über alles sprechen.“

Und tatsächlich: Im Nachgang meldeten sich vier Jugendliche aus Freisbach und Weingarten. „Mitwisser“, wie Holger Karn im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagte: Die vier Jungs wüssten, wer es gewesen sei, seien eigener Aussage zufolge aber selbst nicht die Täter. Wer die Täter sind? „Da spuken ein paar Namen rum“, sagt Karn auf Nachfrage. Positiv: Die vier Jugendlichen boten den Karns an, die Schäden zu beheben, das Ganze wieder in Ordnung zu bringen – und taten das dann auch. „Sie haben den guten Willen gezeigt“, lobt Karn, der der dem Ortsgemeinderat angehört, zudem Wehrführer ist und die Jugendlichen bei den Arbeiten unterstützte.

Auch das morsche Geländer an der Brücke am Radweg ist wieder einigermaßen montiert. Weil dieses nicht zum Privatgelände gehört, hat Karn die Ortsbürgermeister aus Freisbach und Weingarten darüber informiert. Die Polizei haben die Karns dieses Mal noch nicht eingeschalten. Aber sollte es erneut zu Vandalismus kommen, kündigen sie Konsequenzen für die Täter an.

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