Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Radshop schließt: Vielleicht der erste von vielen

Keiner möchte in dem Fahrradfachgeschäft in der Werkstatt arbeiten. Jetzt muss es schließen.
Keiner möchte in dem Fahrradfachgeschäft in der Werkstatt arbeiten. Jetzt muss es schließen.

Die Aufgabe von weiteren Fahrradfachgeschäften wegen Personalmangels wäre für eine Region, in der viel Rad gefahren wird, schwerwiegend.

Die überraschende Schließung des Rülzheimer Radshops Seither sorgt in der Region für Aufsehen. Über Jahrzehnte galt das Fachgeschäft als feste Anlaufstelle – sowohl für Familien als auch für Freizeitsportler und ambitionierte Radfans. Mit seinem breiten Angebot und persönlichem Service hatte sich der Laden einen Namen gemacht und war weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Nun hat das Geschäft noch knapp drei Monate seine Ladentüren und die Werkstatt geöffnet.

Und das vor der beginnenden Saison. Gerade das war der Grund, warum das Geschäft schließt. Denn ein Fahrradverkauf ohne Service kommt für Erik Seither nicht in Frage. Die Philosophie des Servicegedankens ist ein Teil der Geschichte des Radgeschäfts, das er und seine Eltern über Jahrzehnte aufgebaut haben. Doch alleine kann die anstehende Arbeit nicht bewältigt werden.

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Mehr als Personal suchen kann man nicht. Angesichts der Tatsache, dass es so viele Arbeitslose gibt, scheint es befremdlich, dass sich niemand gemeldet hat. Der Fachkräftemangel schlägt hier voll zu. Dass Erik Seither dieses Problem nicht alleine hat, zeigen die Mitteilungen von anderen Radgeschäften aus ganz Deutschland. Vielleicht ist der Radshop Seither der erste von vielen, der aufgeben wird. Die Auswirkungen auf die regionale Fahrradbranche wären schwerwiegend – gerade in einer Zeit, in der das Interesse am Radfahren stetig wächst.

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