Sparen mit der RHEINPFALZ RHEINPFALZ Plus Artikel Ohne Geldbeutel zu Bisons und Alpakas

Noch bis Jahresende sind die Strauße bei Rülzheim zu sehen.
Noch bis Jahresende sind die Strauße bei Rülzheim zu sehen.

Mal zottelig, mal mit Beutel oder mit prächtigem Gefieder: In der Südpfalz können Familien viele Tiere bewundern, ohne dafür Eintritt zahlen zu müssen. Darunter sind auch einige Exoten. Hier ein kleiner Überblick.

In den Herbstferien ist Zeit für Familienausflüge. Doch dabei muss es nicht immer in Zoos oder Wildparks gehen. Bei kleinen Ausflügen gibt es in der Region viele Tiere auch ohne Eintritt zu sehen. Hier sind ein paar Tipps, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Zeit läuft: Zum Ende des Jahres schließt die beliebte Straußenfarm in Rülzheim. Bis dahin kann man die Strauße auch auf einem kleinen Spaziergang beobachten, ohne Eintritt zahlen zu müssen. Vom Parkplatz vor der Straußenfarm aus führt ein Weg am Klingbach-Mühlgraben vorbei zu verschiedenen Gehegen. Wenn man nach links abbiegt und auf einer Brücke den Bach quert, geht der Weg vorbei an einer Wassertreppe, am Panzergraben weiter. Dort befinden sich auf der einen Seite die Gehege mit den Straußen – oft ein männliches Tier mit mehreren Weibchen –, auf der anderen Seite ist das Gewässer. Natürlich kann man den Tieren gegen ein kleines Entgelt näher kommen oder auf einer Führung mit den Inhabern der Strauße mehr über die Tiere erfahren. Details gibt es auf der Website der Straußenfarm , Führungen finden samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils um 14 Uhr statt.

Im Streichelzoo warten unterschiedliche Tierarten.
Im Streichelzoo warten unterschiedliche Tierarten.

Vom Parkplatz vor der Straußenfarm aus ist es auch nicht weit zum Streichelzoo Rülzheim. Dort ist der Eintritt frei, Geld- und Futterspenden sind jedoch gerne willkommen. Ziegen und Ponys freuen sich über Streicheleinheiten. Die Vögel wollen eher nicht angefasst werden, sind aber in ihren Volieren schön zu beobachten. Das Gelände ist täglich außer dienstags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Nach dem Streicheln kommt das Toben: In direkter Nachbarschaft liegt der große Alla-Hopp-Spielplatz mit Kletterlandschaft, Rutschen und einer Skateranlage.

In Hatzenbühl lebt tatsächlich eine Herde Alpakas.
In Hatzenbühl lebt tatsächlich eine Herde Alpakas.

Vergleichsweise exotische Tiere sind in Hatzenbühl zu sehen. Dort tummelt sich auf einem gut 1000 Quadratmeter großen Areal im rückwärtigen Teil der Gartenstraße 26 eine Gruppe von mittelgroßen, braun-rötlichen Bennett-Wallabys. Josef Niedermeier züchtet seit drei Jahren Kängurus und hofft derzeit darauf, dass die Weibchen erfolgreich gedeckt wurden. Die Beuteltiere befinden sich hinter einem hohen Zaun, damit sie nicht ausbüxen können. Gestreichelt werden wollen sie nicht, aber man kann sie gut beobachten. Kaninchen, Meerschweinchen und ausgesuchte Hühnerrassen tummeln sich ebenfalls auf dem Gelände.

Viel Geflügel gibt es naturgemäß bei den Rassegeflügelzüchtern zu bestaunen. Eine schöner kleiner Park findet sich zum Beispiel in Wörth. Bei den Vögeln handele es sich unter anderem um Haustierarten, die auf der Liste der bedrohten Tiere stehen, sagt der Vorsitzende Eric Poppensieke. Auf dem Gelände sind auch Emus und Nandus zu sehen, außerdem verschiedene Fasane oder Gänse. Das Gelände ist jederzeit frei zugänglich. Der Verein freue sich über interessierte Besucher, sagt Poppensieke. Die Mitglieder geben vor Ort auch gerne Auskunft über die Tiere.

Das gilt auch für Ute und Martin Schowalter, die auf ihrem Deutschhof in Kapellen-Drusweiler inzwischen eine ganze Herde Alpakas halten. Dort sind natürlich buchbare Programme im Angebot, darunter Alpaka-Touren oder Picknicks. Aber man kann auch einfach so vorbeikommen und kostenfrei die acht Tiere bewundern. „Bloß bitte nicht füttern!“, betont Martin Schowalter. Angst angespuckt zu werden, muss man übrigens nicht haben: „Alpakas spucken nicht, sie küssen“, sagt Schowalter und lacht. Dabei gehe es meist um Rangeleien unter Geschwistertieren. Das Gelände liegt am Rosengarten-Wanderweg durch die Weinlage Rosengarten.

Und dann gibt es natürlich an verschiedenen Stellen zottelige Landschaftspfleger zu bewundern: Auf den Reiterwiesen zwischen Landau und Godramstein sind seit 2015 schottische Hochlandrinder im Einsatz. Sie sollen dafür sorgen, dass sich das Springkraut nicht weiter ausbreitet. Seit dem April 2022 grast außerdem eine Herde Bisons friedlich im Viehstrich. Die Tiere sind im Einsatz für das Naturschutzgroßprojekt und bekamen zunächst eine Weidefläche bei Kapsweyer zugewiesen. Natürlich sind dies ausdrücklich keine Kuscheltiere. Und wie bei allen frei zugänglichen Tieren gilt auch hier: Bitte nicht füttern!

Farbenprächtige Vögel gibt es bei den Geflügelzüchtern zu bewundern.
Farbenprächtige Vögel gibt es bei den Geflügelzüchtern zu bewundern.
 Ute und Martin Schowalter mit den Alpakas Merlin und Al Capone.
Ute und Martin Schowalter mit den Alpakas Merlin und Al Capone.
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