Kreis Germersheim Neues Gymnasium: Was es kosten wird
Die Unterrichtscontainer für das neue Gymnasium in Rheinzabern stehen. Die zweigeschossige Anlage wurde in den Osterferien errichtet. Nun steht der Innenausbau bevor. Im nächsten Schuljahr sollen dort die ersten Kinder unterrichtet werden. Später ist ein drittes Stockwerk geplant. Der Neubau soll zum Schuljahr 2029/30 fertig sein.
Die voraussichtlichen Kosten sind nun differenziert ermittelt. Für das Schulgebäude rechnet der Landkreis als Schulträger mit 37,2 Millionen Euro. Hinzu kommen die Mensa für 2,2 Millionen und die Sporthalle für 9,5 Millionen Euro. Für Miete und Ausstattung der Klassenraumcontainer, in denen die Schülerinnen und Schüler übergangsweise bis 2029 unterrichtet werden sollen, fallen rund 2,6 Millionen Euro an. Nebenkosten, unter anderem für das Grundstück, Planung, und voraussichtliche Preissteigerungen beziffert die Kreisverwaltung mit 4,7 Millionen Euro. Die geschätzten Gesamtkosten summieren sich demnach auf 56,3 Millionen Euro.
Als der Kreistag im Frühjahr 2024 beschlossen hatte, das Gymnasium zu bauen, fielen die ersten groben Schätzungen mit 25 Millionen Euro deutlich geringer aus. Es gab damals allerdings keine belastbaren Berechnungen. Anfang 2025 hat ein Planungsbüro die Kosten auf 35,2 Millionen Euro kalkuliert. „In dieser Aufstellung waren das pädagogische Konzept sowie das Flächen- und Raumprogramm noch nicht aufgestellt und durch die ADD genehmigt“, teilt die Kreisverwaltung auf RHEINPFALZ-Nachfrage mit. Auch die Sporthalle, Container und die genannten Nebenkosten waren da noch nicht inbegriffen. „Die Erfordernis einer Drei-Feld-Sporthalle lag zu diesem Zeitpunkt durch die ADD nicht vor.“ Mitte 2025 wurde das von Pädagogen erarbeitete Raumkonzept von der Schulaufsichtsbehörde geprüft und genehmigt, ein weiteres Planungsbüro ermittelte daraufhin die benötigte Fläche: Sie ist um 1700 Quadratmeter größer als ursprünglich geplant, was wiederum zu deutlich höheren Kosten führte. Insgesamt werden für Schule, Mensa und Sporthalle rund 11.300 Quadratmeter benötigt.
Verworfen wurde die Anregung, die Sporthalle als Versammlungsstätte zu nutzen. Die baulichen Anforderungen wären höher, sagte Landrat Martin Brandl (CDU) in der Sitzung des Kreisausschusses. Da es bereits eine Halle mit Tribüne im Ort gibt, bestehe keine Notwendigkeit. Erste Entwürfe für den Neubau sollen Firmen im August abgeben, den Bau-Auftrag will die Verwaltung zum Jahresende erteilen. Derzeit werde die auch Verkehrsplanung rund um den Schulcampus vorbereitet, sagte der Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler (CDU).