Kreis Germersheim Nachruf: Ex-Bürgermeister Arnold Scheid

Die Bezeichnung „Golddorf“, bezogen auf die großen Erfolge des kleinen Dorfes in beim Dorfverschönerungswettbewerb in den 1980er Jahren, wird ganz gewiss immer auch mit seinem Namen verbunden bleiben. Jetzt ist Arnold Scheid, Ortsbürgermeister von 1987 bis 1994, verstorben. Er wurde 86 Jahre alt.

«Winden.» Für seine Heimatgemeinde engagierte er sich kommunalpolitisch als Mitglied des Gemeinderates ab 1969, war von 1979 bis 1987 dann auch Erster Beigeordneter und schließlich als Nachfolger von Helmut Hanß Ortsbürgermeister. In dieser Zeit brachte sich der selbstständige Zimmerermeister immer wieder auch mit seinem Fachwissen ein, wenn es um Fragen der Dorfentwicklung ging. Bei der Sanierung des schmucken Rathauses etwa oder bei der Gestaltung des Nachtwächterhäuschens, das heute für viele Besucher ebenso ein Hingucker ist wie das Heimatmuseum. Die Beratungen und Entscheidungen im damaligen Ortsgemeinderat waren stets geprägt von gegenseitigem Verständnis und großer Harmonie. Scheid zeigte sich immer um einvernehmliche Entscheidungen bemüht, wie Beobachter bei den vielen Sitzungen erleben konnten. Bei Arbeitseinsätzen hat er oft selbst Hand angelegt. Die Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bis hin zum Erreichen einer Goldmedaille im Bundesentscheid tragen auch seine Handschrift. Als er 1994 nicht mehr zur Wiederwahl antrat, taten es ihm acht weitere Ratsmitglieder gleich. Sie trafen sich fortan im Lindenstübel als „Altgemeinderat“. Mit dabei war auch Arnold Scheid, dem hin und wieder auch der Schalk im Nacken saß. Der passionierte Jäger setzte sich aber auch für den Erhalt natürlicher Grundlagen ein, forcierte die Anlage von Biotopen und die Wiederansiedlung des Weißstorches. So wurde etwa das erste Storchenfest auf seinem Holzhof gefeiert. Info Beerdigung am Freitag, 10. Mai, 14 Uhr, Friedhof Winden. |fh

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