Knittelsheim Mord im Ort: Theatergruppe des TuS bringt Krimi-Spaß ins Gemeindehaus

Zwei TuS-Mitglieder feiern am 7. November ihre Theaterpremiere.
Zwei TuS-Mitglieder feiern am 7. November ihre Theaterpremiere.

Aufregung im kleinen Knittelsheim: Ein Mord erschüttert die dörfliche Idylle. Zudem mischen Nudisten das Katzendorf auf. Ein skurriler Fall, den die TuS-Theatergruppe spielt.

Die Handlung ist zwar fiktiv, aber attraktiv. Die Theatergruppe des Turn- und Sportvereins (TuS) will schließlich ihr Publikum am 7. November wieder gut unterhalten. Traditionell finden die Auftritte eigentlich im Frühjahr statt. Grund für die Verschiebung: Ein Hauptdarsteller erkrankte. Die geplanten Aufführungen im April wurden deshalb damals abgesagt – zu einem Zeitpunkt, an dem die neue Komödie „Auch gute Bullen können irren!“ fast schon komplett eingeübt war.

In den letzten Wochen standen die Schauspieler, unterstützt von Souffleuse Stefanie Ballmann und unter der Regie von Annette Götz, zweimal wöchentlich auf der Bühne. Am Samstag ist sogar eine dritte Probe anberaumt. Altbekanntes Problem dabei: Die Kulisse wird wegen anderer Veranstaltungen erst zwei Wochen vor der Premiere gestellt. Bei den bisherigen Proben konnte deshalb alles nur angedeutet werden.

Positiv für Zuschauer ist, dass es dieses Jahr drei statt wie bisher zwei Aufführungen gibt und somit bis zu 450 Theaterfreunde auf ihre Kosten kommen können: „Wir versuchen das, weil die beiden Vorstellungen in den letzten Jahren immer ausverkauft waren. Ob es so bleibt, wird der Kartenverkauf zeigen“, sagt Theaterleiter Michael Volk.

Mordermittlungen und Nudistenverein-Gründung

Die Bühne im Gemeindehaus verwandelt sich in die altmodische Knittelsheimer Polizeistube, in der Dienststellenleiter Hugo Wescher (Werner Behr) und Hilfspolizistin Charlotte Schmetterling (Patricia Helm) ruhigen Dienst schieben. Für Aufruhr sorgen nur Putzhilfe Helga Rose (Claudia Helm) und Bürgerin Oma Lisbeth (Annette Lutz), die ständig Vorfälle anzeigt. Turbulent wird es, als TuS-Vorsitzender Olaf Grimmig (Uli Fuchs) einen Mord meldet und auch schon die Kripo Ludwigshafen in Person von Kommissarin Hilde Haase (Maria Marx) und Kollege Harry Krämer (Dominik Wilhelm) eingeschaltet hat, weil er die ortsansässigen „Bullen“ für unfähig hält. „Nach der Mord-Meldung geht das Tohuwabohu richtig los. Die Türen gehen dauernd auf und zu, weil ständig jemand kommt oder geht. Es wird laut, und es gibt Handgreiflichkeiten“, verrät Volk.

Das Chaos nimmt seinen Lauf, als auch noch ein Nudistenverein gegründet werden soll und weitere delikate Delikte aufgeklärt werden müssen. Auch Ortsbürgermeister Harald Höflig (Michael Volk) und Pfarrer Herbert Dahlem (Jürgen Gsell) mischen munter mit. Mit Krissy Wiegel, die die Nudisten-Chefin Olga Tauber mimt und Christian Geppert, der als Fußballfan Kurt Schröder für Hingucker sorgt, feiern zwei TuS-Mitglieder ihre Theaterpremieren. Ob der Mord gelöst werden kann und was mit den Nackedeis geschieht, wird nicht verraten. Eine nackte Wahrheit ist aber spruchreif: Im nächsten Jahr wird es keine Theateraufführungen geben – erst im Frühjahr 2027 wieder: „Wir können nicht gleich wieder ein neues Stück einüben, brauchen jetzt ein bisschen Luft“, gesteht Volk. Und ergänzt: „Wir sind eine Freizeitgruppe. Und so soll es auch bleiben.“

Info

Aufführungen am Freitag, 7., und Samstag, 8. November (mit Barbetrieb), jeweils 19.30 Uhr; am Sonntag, 9. November, 19 Uhr, im Gemeindehaus. Karten für 12 Euro gibt es am Sonntag, 26. Oktober, 11 bis 12 Uhr, im Gemeindehaus.

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