Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Modern trifft Tradition: Neuer Pavillon erhält Steg

Patrick Barth freut sich auf seine neue Aufgabe als Pächter des Pavillons am Rhein.
Patrick Barth freut sich auf seine neue Aufgabe als Pächter des Pavillons am Rhein.

Aus einem Kiosk und Biergarten wird mehr: Der Pavillon am Rhein wächst zur Gaststätte mit Theke, Terrasse und moderner Optik.

Der Pavillon am Rhein – ursprünglich einmal als kleines Kiosk mit Sitzgelegenheit geplant – entwickelt sich zu einer kleinen Gaststätte. Klein deshalb, weil die Sitzplätze im Innenraum mit 14 bis 18 recht wenige sind. Der Außenbereich auf der Terrasse und im Obergeschoss bietet weiteren Platz für rund 120 Gäste. Dennoch ist es für Patrick Barth vorerst ein Saisongeschäft: „Wir werden sehen, wie es sich entwickelt“, sagt der Jungunternehmer und Pächter, der seit dem Jahr 2020 auf der großen Wiese während des Frühjahrs und bis zum Herbst einen Biergarten betreibt. Und ergänzt: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe.“

Die erhöhten Sitzplätze werden sicherlich gerne angenommen.
Die erhöhten Sitzplätze werden sicherlich gerne angenommen.

Biergarten ein Auslaufmodell

Denn den Biergarten in seiner jetzigen Form wird es so das letzte Mal geben. Der Pavillon wird – so ist es zumindest geplant – bis zum Herbst aufgebaut werden. Dann geht es Patrick Barth zufolge an die Innengestaltung und das Einräumen. Der Speyerer Unternehmer schätzt seine Investitionskosten „auf einen höheren sechsstelligen Betrag“. Der Pavillon in Modulbauweise wird mit Installationen geliefert, aber ohne die Inneneinrichtung.

Der Pavillon mit Steg. So könnte er aussehen.
Der Pavillon mit Steg. So könnte er aussehen.

Gaststätte breit aufgestellt

Das Konzept, das Patrick Barth verfolgen wird, lautet: „modern meets tradition“ oder auf Deutsch „Moderne trifft Tradition“. Der Gastronom will sowohl seine radfahrenden Kunden weiter bedienen als auch die, die es „vielleicht etwas chiquer mögen“. So werden die Gaststätte im Inneren und die Terrasse modern gestaltet und der künftige Biergarten auf der Wiese davor mit rustikaleren Sitzgelegenheiten „vielleicht wie in einem bayrischen Biergarten“, verdeutlicht Patrick Barth. Und schränkt sofort ein: „Es wird keine Bierbänke und -tische geben.“ Das sei auch im jetzigen Biergarten so. Es sei ein Allgemeinkonzept – kein Café, keine Bar, kein Restaurant – „aber von allem etwas, um möglichst viele Kunden zufriedenzustellen“. Barth möchte sich mit dem Pavillon „abheben von der Konkurrenz und den Mitbewerbern“.

Das Untergeschoss mit Terrasse hat etwa 80 Sitzplätze.
Das Untergeschoss mit Terrasse hat etwa 80 Sitzplätze.

Radfahrer willkommen

Wichtig sei, dass Essen und Getränke schnell über die Theke gehen. Das schätzen Barth zufolge die Kunden des Biergartens. Künftig wird es so sein, dass Gäste ihre Bestellung für Essen und Trinken im Inneren des Pavillons der acht Meter langen Theke abgeben. Radfahrer, die ein schnelles Steak- oder Bratwurstbrötchen bei ihrem „Boxenstopp“ möchten, werden das auch direkt an der Theke zusammen mit ihren Getränken erhalten. Das Speisenangebot mit Currywurst und Co. werde beibehalten, doch werde verstärkt auf wechselnde Wochengerichte gesetzt. Neben Kaffee und Kuchen werde es künftig auch Eis in der Bedientheke geben. Gerichte, die zur Zubereitung etwas länger benötigen, „werden an die Tische gebracht“, sagt Barth. So soll es mehr Salate oder auch Gerichte wie Maultaschen und mehr geben.

Die Abbildung des Obergeschosses noch ohne Steg.
Die Abbildung des Obergeschosses noch ohne Steg.

Zuschuss steigt

Gegenüber der ursprünglich veröffentlichten Planung wird es wohl einen Steg im Obergeschoss geben. Der Stadtrat Germersheim hat einer höheren Förderung von rund 100.000 Euro gerne zugestimmt. Durch diese wird der Steg, der das Gebäude funktional erweitert und gestalterisch verbessert, erst möglich. Eine höhere Kreditaufnahme für die Stadt wird dadurch nicht notwendig. Bürgermeister Marcus Schaile sagte bei der Sitzung des Stadtrates, dass der Steg von Beginn an eingeplant gewesen ist, doch durch die Kosten nicht möglich gewesen sei. Nun habe man über das Leader-Programm der EU die Möglichkeit einer Förderung bis 100.000 Euro. Rund 800.000 Euro sind für den Pavillon auf dem Gelände der ehemaligen Brückenwache im Haushalt eingeplant. Etwa 200.000 Euro davon schießt das Land zu und nun die weitere Summe aus dem Leader-Programm.

So hatte die Gaststätte einmal ohne Steg ausgesehen.
So hatte die Gaststätte einmal ohne Steg ausgesehen.

Obergeschoss mietbar

Für Barth bedeutet der Steg eine zusätzliche Möglichkeit, den Pavillon zu vermarkten. Durch die Abtrennung von Unter- und Obergeschoss durch eine Außentreppe sind eine Vermietung des Obergeschosses „für Familienfeste wie Hochzeiten und Geburtstage, aber auch Firmenevents möglich“. Und der junge Speyerer schwärmt: „Mit dem Steg ist das ein Alleinstellungsmerkmal, ein weiteres Highlight.“ Außerdem plant er unter anderem, die großen Bäume auf der Wiese vor der künftigen Gaststätte zu beleuchten und Kies auf der Fläche des neuen Biergartens auszubringen. Schaile rechnet damit, dass der Pavillon in diesem Jahr steht. Je nachdem, wie lange jedoch alles dauert, könne es sein, dass die Eröffnung erst im März/April kommenden Jahres sei. Doch eigentlich rechne er noch mit diesem Jahr.

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