Kreis Germersheim Mit wenig Geld viel erreichen
„Ganz oben auf der Agenda stehen das Neubaugebiet und der Starkregenschutz“, priorisiert Ortsbürgermeister Roland Kelemen die Vorhaben in Vollmersweiler im neuen Jahr. Wichtig ist ihm erneut, dass vieles in Eigenleistung erledigt wird, weil die Gemeinde finanziell keine großen Möglichkeiten hat.
Die mit der Erschließung des Neubaugebiets westlich des Ortskerns beauftragte VR-Baulandentwicklungsgesellschaft Südpfalz in Landau habe mittlerweile bei einem Planungsbüro die Erstellung des Bebauungsplanes, für den die Gemeinde trotz privater Erschließung zuständig bleibt, in Auftrag gegeben, so Roland Kelemen. Bis auf eine Ausnahme werden sich laut Kelemen alle Grundstückseigentümer an der privaten Erschließung beteiligen. Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan für das Neubaugebiet sollen Maßnahmen zum Starkregenschutz in die Wege geleitet werden. „Wir werden versuchen, in Eigenarbeit mit Unterstützung der Verbandsgemeindeverwaltung Kandel und des LBM in Speyer im Rahmen des Starkregenkonzepts geeignete, kostengünstige Lösungen zu erarbeiten“, teilte Kelemen mit. Dabei könnte eine nördliche Ableitung des Oberflächenwassers aus dem Neubaugebiet in den Otterbach vorgesehen werden. Im optimale Fall könnten elf Bauplätze entstehen, hatten Vertreter der Entwicklungsgesellschaft in der vorletzten Ratssitzung informiert. „Es sind keine größeren Investitionen geplant“, sagte Kelemen. Im Haushalt wurden lediglich Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen beziehungsweise die Pflege von gemeindeeigenen Einrichtungen wie zum Beispiel auf dem Friedhof eingestellt. Für den Spielplatz hat die Gemeinde eine Spende der Sparkasse Germersheim-Kandel über 500 Euro erhalten. Laut der Schweizer Firma RMT werden die vertraglich vereinbarten Ziele für den Breitbandausbau mit Glasfaserkabel eingehalten. Bis Ende 2021 soll Vollmersweiler über schnelles Internet verfügen. Zur Frage, ob er wieder als Kandidat für das Amt des Ortsbürgermeisters antritt, wollte sich Kelemen noch nicht äußern.