Ottersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Lebensmittelladen: Tante Enso kommt nach Ottersheim

Die Ottersheimer haben die Tür für sich geöffnet: Tante Enso kann kommen.
Die Ottersheimer haben die Tür für sich geöffnet: Tante Enso kann kommen.

Ottersheim hat sich angestrengt und sich quasi die jüngere Schwester von Tante Emma , Tante Enso, gekauft. Nun kann der Laden kommen.

Der Countdown ist abgelaufen. Es ist der 25. März. 600 Ottersheimer hätten bei der Enso eCommerce GmbH mit Sitz in Bremen mindestens einen Genossenschaftsanteil kaufen müssen, damit der gewünschte Tante-Enso-Lebensmittelladen ins Bärendorf kommt. Eine Woche nach der mit rund 300 Zuhörern sehr gut besuchten Einwohnerversammlung in der 1800-Seelen-Gemeinde waren 180 Anteile verkauft, wieder eine Woche später waren es 390, vergangene Woche 498 und am Stichtag – 841. Das heißt, in der letzten Woche wurden rund 350 Anteile gezeichnet, also fast so viele wie in den ersten Wochen zusammen.

„Wahnsinn!“, kommentierte denn auch Ortsbürgermeister Gerald Job das von ihm auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilte Ergebnis. „Was mich dabei besonders bewegt, ist der unglaubliche Zusammenhalt in unserer Gemeinde“, schrieb er in der von ihm geführten „Bären-WhatsApp“-Gruppe der Gemeinde, die mehrere Hundert Mitglieder zählt. Jung und Alt, vom Baby bis zur mit 99 Jahren ältesten Bürgerin, hätten bei dem Projekt mitgemacht, motiviert, unterstützt und überzeugt. Laut Job gab es am Mittwochmittag „innerhalb von einer Stunde 67 Reaktionen“ in der Gruppe, Smileys, also lachende Gesichter, und klatschende Hände zum Beispiel.

Und wie geht es nun weiter? „Jetzt müssen wir uns Gedanken über den Standort machen und mit Investoren reden“, sagte der Ortsbürgermeister. Es habe zwar bereits Interessenten gegeben, aber nichts Konkretes. „Wir haben das erst einmal zurückgestellt, bis das Ergebnis feststeht.“

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