Rülzheim Krippen-Neugestaltung in Rülzheim: Leichter, stimmig, detailreich

Ein Ausschnitt der neugestalteten Krippe.
Ein Ausschnitt der neugestalteten Krippe.

In der katholischen Kirche steht eine renovierte Krippe: Pfarrer und Künstler gestalten Hintergrund und Aufbau neu. Alle Figuren stehen bereit, nur das Christkind fehlt noch.

Im Jahr 1994 war die Krippe, die jedes Jahr in der katholischen Pfarrkirche aufgebaut wird, komplett neugestaltet worden. Hierzu wurden unter der Anleitung der damaligen Leiterin der Bücherei und Verantwortlichen für die Kindergottesdienste, Schwester Theresa, selbst gemachte Puppenfiguren verwendet, die alle beweglich waren, wodurch alle möglichen Themen nachgestellt werden konnten. So änderte sich das Aussehen der Krippe von Jahr zu Jahr. Das jeweilige Thema wurde in den Kindergottesdiensten erarbeitet und dann in der Krippe dargestellt. Nachdem die Puppen im wahrsten Wortsinn „in die Jahre gekommen waren“, wurde die Krippe im Jahr 2005 erneut „renoviert“ und die alten, aus den 1930er-Jahren stammenden Figuren, restauriert und in die Krippe integriert.

Die Krippe in ihrer vorherigen Version.
Die Krippe in ihrer vorherigen Version.

Die Rülzheimer Krippe ist dem klassischen Vorbild alter orientalischer Weihnachtskrippen nachempfunden. Von der alten Krippe, die vom damaligen Pfarrer Jakob Rittmann in den 1930er-Jahren angeschafft worden war, waren nur noch die Figuren vorhanden. Also musste im Jahr 2005 in gut 400 Arbeitsstunden eine neue Krippe gebaut werden, wobei ein neuer Unterbau errichtet, die Landschaft neugestaltet und ein neues Hintergrundbild gemalt wurde.

Zu Beginn des Jahres 2025 begannen im Gemeindeausschuss Überlegungen, die Krippe erneut neu zu gestalten. Das blaue Hintergrundbild passe nicht so richtig zur dargestellten Landschaft, erläutert Gemeindeausschussmitglied Annette Liebel im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Auch sonst sei so manches neu zu machen gewesen. Also nahm der Ausschuss Kontakt zum Bellheimer Pfarrer Thomas Buchert auf, der ein passionierter Krippenbauer ist. Er sagte zu, die Krippe zu modernisieren.

Ein Künstler aus

Ottersheim

wird aktiv

Buchert vermittelte auch mit Hermann Renner (Ottersheim) einen erfahrenen Künstler, der das Hintergrundbild neugestaltet hat. Krippenaufbau und Krippenhintergrund sind jetzt optimal aufeinander abgestimmt. So geht zum Beispiel ein auf dem Bild dargestellter Weg nahtlos in die Krippenlandschaft über, für den Renner eigens Sand aus dem Modenbachtal verwendet hat. Ein Teil der vorhandenen Gebäude wurde übernommen, aber farblich aufgefrischt und angepasst. Die bisherigen Figuren werden wieder Teil der Krippe sein, mussten aber teilweise ausgebessert werden. In den kommenden Jahren sollen auch sie erneuert werden. Die Neugestaltung der Krippe erfolgte mit Styrodurplatten, unter anderem auch, um das Gewicht des Krippenaufbaus zu reduzieren.

Die Aufbauarbeiten wurden bei zwei Arbeitseinsätzen Anfang Dezember von den engagierten Helfern Guido Acker, Martin Dörzapf, Theo Greichgauer, Alois Lerch, Michael Liebel, Günter Messemer, Alois Nuber und Friedel Wingerter gestemmt. Die Kosten für Erneuerung der Krippe stammen aus einem Anteil des Erlöses des Gemeindefestes an Fronleichnam. Zudem sollen Spenden vom Glühweinumtrunk nach der diesjährigen Christmette dazu verwendet werden. Aktuell ist die Weihnachtskrippe in der katholischen Pfarrkirche noch nicht vollständig, das Christkind wird erst während der Christmette an Heiligabend in seine Krippe gelegt. Die neue Weihnachtskrippe kann täglich bis Montag, 2. Februar (Maria Lichtmess) von 8 bis 17.30 Uhr besichtigt werden.

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