Kreis Germersheim
Kreis Germersheim: Neue Buspartner gesucht
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes zieht sich. Mit Verweis auf das laufende Vergabeverfahren sind von der Kreisverwaltung derzeit keine Auskünfte darüber zu haben. Für sechs Buslinien sind laut Nahverkehrsplan Änderungen vorgesehen. Bisherige Schätzungen gehen von 83 000 Euro Mehrkosten pro Jahr aus.
Fast alle Busverkehre im Kreis werden derzeit für die Zeit ab Ende 2020 neu vergeben. Die Kreisverwaltung Germersheim gab auf RHEINPFALZ-Anfrage keine Auskunft zum ausgeschriebenen Verkehrsangebot und verwies auf das laufende Vergabeverfahren. Daher ist unbekannt, wann die Linienänderungen umgesetzt werden, die im Entwurf des Nahverkehrsplans vorgesehen sind.
Für die Zeit ab Dezember 2020 werden neue Verkehrsverträge im Kreis ausgeschrieben – daran beteiligt sind auch die Kreise Südliche Weinstraße und die Stadt Landau, weil einige Linien durch deren Gebiet führen. Zuletzt wurden diese 2012 für acht Jahre vergeben.
Bessere Anbindung und Taktung
Der Entwurf des Nahverkehrsplans sieht Änderungen auf sechs Buslinien im Kreis vor.
Die Linie 550 (Landau – Bellheim – Germersheim) soll beschleunigt werden und nicht mehr über den Bellheimer Bahnhof führen, sodass in Landau und Germersheim die Anschlüsse besser werden.
Die Linie von Landau nach Rheinzabern soll in zwei Linien (Landau – Bellheim – Hördt – Neupotz – Leimersheim und Hördt – Rülzheim – Leimersheim – Rheinzabern) geteilt werden. Zwischen Bellheim und Landau soll so ein 30-Minuten-Takt entstehen und die Busse weniger verspätungsanfällig sein.
Die Linie Kandel – Herxheim soll künftig bis Rülzheim verlängert werden, die Linie 555 künftig von Landau über Herxheim nach Rheinzabern (statt bisher nach Rülzheim) fahren.
Die Linie 547 (Bad Bergzabern – Schaidt – Kandel) soll künftig auch am Wochenende fahren.
Dagegen soll es auf der Linie 549 (Kandel – Scheibenhardt – Berg – Wörth) am Wochenende nur noch Ruftaxis geben und an Ferientagen der „Parallelverkehr“ zur Schiene zwischen Berg und Wörth gestrichen werden.
Nach einer groben Schätzung kosten alle Änderungen 83.000 Euro mehr pro Jahr.