Minfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Katholiken und Orthodoxe nutzen Kirche gemeinsam

Die Kirche St. Laurentius in Minfeld.
Die Kirche St. Laurentius in Minfeld.

Die katholische Kirche St. Laurentius in Minfeld soll künftig als Simultaneum von römisch-katholischen und rumänisch-orthodoxen Christen gemeinsam genutzt werden.

Stanislaus Mach, der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Heilige Vierzehn Nothelfer Kandel, sagt, dass der Entwurf für einen Vertrag derzeit bei der Bistumsverwaltung in Speyer zur Genehmigung liege. Die Katholiken wollen mit den Orthodoxen einen Erbbaupachtvertrag für die Kirche, das benachbarte Pfarrhaus und das Außengelände abschließen. Sie überlassen der rumänisch-orthodoxen Gemeinde für 60 Jahre die Kirche und das Pfarrhaus sowie das Außengelände zur Nutzung. Die orthodoxen Christen zahlen die Betriebskosten und sind für anfallende Renovierungsarbeiten und die Instandhaltung verantwortlich. „Es wird eine Übertragung aller baulichen Rechten und Pflichten stattfinden“, sagt Mach. Der jährliche Pachtzins, den die rumänisch-orthodoxe Gemeinde an die katholische Kirchenstiftung Minfeld bezahlt, bewege sich im unteren vierstelligen Euro-Bereich.

Vertraglich festgehalten wird, dass in Minfeld wie bisher auch 60 bis 70 katholische Gottesdienste im Jahr stattfinden werden. „Am liturgischen Angebot ändert sich nichts“, sagt Pfarrer Mach. Die Katholiken wollen im Pfarrhaus ein Besprechungszimmer und einen Abstellraum von der orthodoxen Gemeinde anmieten.

In der Südpfalz leben 4300 Rumänen. Die orthodoxe Gemeinde in Minfeld zählt 405 Mitglieder, an den Gottesdiensten nehmen im Durchschnitt 100 bis 150 Personen teil. Pfarrer Ion-Marius Stamate freut sich und sagt: „Für die Menschen bedeutet eine eigene Kirche vor allem einen festen Ort der Begegnung mit Gott im Gebet.“ Die Gemeinde in Minfeld ist eine von vier rumänisch-orthodoxen Pfarreien in der Pfalz. Mehr lesen Sie heute auf der Seite Südwest.

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