Kreis Germersheim
Kandel: Rasen im Stadion wächst wieder
Trotz Dürre und Hitze schreitet die Sanierung des Rasens im Bienwaldstadion gut voran. Die Experten gehen davon aus, dass das Sommerfest des TSV stattfinden kann. Allerdings gibt es neue Probleme bei der Laufbahn.
Ein Bild der Verwüstung bot der Rasen im Bienwaldstadion nach den Ostertagen. Unbekannte hatten großflächig Unkrautvernichtungsmittel verteilt und damit erst gelbe, dann braune Spuren hinterlassen. Doch seit 4. Juli wird der Rasen von einer Fachfirma wieder auf Vordermann gebracht.
Erst wurde er vertikutiert, dann wurden auf der gesamten Fläche insgesamt 50 Tonnen Sand aufgebracht, erläutert Stadtbürgermeister Michael Niedermeier (CDU). Danach wurde der Rasen belüftet, es gab eine Nachsaat und die erste Düngung. Seitdem wird der Rasen zweimal am Tag für jeweils 20 Minuten berieselt. Während der besonders heißen Tage wurde in Absprache mit den Fachleuten die Taktung auf dreimal am Tag erhöht, sagt Niedermeier. Zwischen 12. und 16. August soll es eine zweite Düngung geben. Zwei Wochen später soll bei einem großen Ortstermin dann der Zustand des Rasens noch einmal geprüft werden.
Stadion ist bis auf Weiteres gesperrt
Allerdings kann man dem Gras nicht beim Wachsen zusehen: „Seit 4. Juli ist das Stadion komplett gesperrt“, sagt Niedermeier. Da weiter nicht geklärt ist, wer für den Schaden verantwortlich war und man auch verhindern wollte, dass die Rasenfläche betreten wird, sei diese Sperrung notwendig gewesen, wirbt Niedermeier um Verständnis. Es gibt also zum Beispiel keine Trainingsläufe über die Treppen mehr.
Aber dafür besteht Hoffnung für das Abendsportfest der Leichtathletikabteilung des TSV 1886 am 16. August: Die geplanten Speerwürfe auf dem neuen Rasen sollen dann vielleicht ausnahmsweise möglich sein, so Niedermeier. Die Fachleute gehen bisher davon aus, dass an diesem Abend einzelne Personen die Fläche betreten dürfen. Ansonsten soll der Rasen weiter abgesperrt sein.
Jetzt gibt es Probleme mit der Laufbahn
Allerdings gibt es im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Baustelle: Die Laufbahn. Dort wurde wohl bei einem Fest vor den Ferien mit schweren Gerät rangiert, das hat Schäden hinterlassen. Durch die Hitze ist die Bahn jetzt klebrig geworden, „man kann darauf nicht laufen“. Die Reparatur sei ein Versicherungsfall. Allerdings soll wegen der anstehenden großen Sanierung des Bienwaldstadions erstmal nur gemacht werden, was notwendig ist, betont Niedermeier.