Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kandel: Mountain-Kart und Freefall-Jump neu im Kletterpark

Jetzt nur nicht loslassen! Unterwegs in luftiger Höhe im Kletterpark Fun Forest.  Foto: van
Jetzt nur nicht loslassen! Unterwegs in luftiger Höhe im Kletterpark Fun Forest.

Wirtschaft regional: In den 13 Jahren seines Bestehens hat der Kletterpark Kandel sein Angebot stetig erweitert. Mittlerweile gibt es 17 Parcours, 65 Beschäftigte und brandneue Attraktionen: Besucher rauschen etwa mit dem Kart durch die Bäume.

„Man bespaßt sich selbst in der Natur.“ So einfach klingt das Erfolgsrezept des Abenteuerparks in Kandel, wenn Marketingleiter Patrick Raak über die Stärken des Fun Forests erzählt. Doch das Team nimmt Jahr für Jahr Veränderungen vor, um den Park attraktiv zu halten. „Wir werden nicht größer“, sagt Raak. Dafür erhalten bestehende Parcours neue Attraktionen. 17 Parcours bieten auf dem sieben Hektar großen Waldgelände Kletterspaß. 2019 ist ein Mountain-Kart hinzugekommen, mit dem Sportler normalerweise in den Bergen abwärts rauschen. Jetzt dient es dazu, auf einer Rampe zwischen den Bäumen nach unten zu sausen. Ebenfalls ist es möglich, wie Harry Potter mit einem fliegenden Baum durch den Wald zu gleiten.

Mit Badewanne und Bungee-Rutsche abwärts

Auch ein Sommer-Wasser-Trend soll zwischen den Bäumen Einzug halten: Ein Stand-up-Paddle, mit dem die Kletterer dann durch die Baumwipfel gleiten. Schon länger gibt’s die Badewanne, mit der Besucher über die Badallee rauschen, die durch den Kletterpark hindurch zum Waldschwimmbad führt. Auch die Bungee-Rutsche sorgt für Gaudi.

65 Beschäftigte sind im Park im Einsatz. Sie behalten die Kletterer im Blick oder bauen selbst die neuen Attraktionen. Fünf Mitarbeiter seien nötig, um den Betrieb aufzunehmen, sagt Raak. Zwölf Mitarbeiter seien bei 300 Besuchern im Einsatz. An Spitzentagen können es nahezu 600 Gäste sein. Der Abenteuerpark öffnet von März bis November, entsprechend sind lediglich zwei Mitarbeiter das ganze Jahr über beschäftigt – neben Raak eine Kollegin, die für die Technik verantwortlich ist.

Aus 20 Meter Höhe springen

Doch jetzt ist erst einmal Saison. Da ermöglicht zum Beispiel der Freefall-Quickjumb einen Sprung aus 20 Metern Höhe – bevor es soweit ist, geht es auf Leitern in die Höhe. Ein Karabiner-System, mit dem die Kletterer an Seilen gesichert sind, soll im Park für größtmögliche Sicherheit und damit vor Abstürzen schützen. Von den zwei Karabinern lasse sich beim Klettern immer nur einer öffnen, erklärt Raak das System. So sei gewährleistet, dass ein Besucher mindestens mit einem Karabiner immer am Seil hängt. Sicherheit wird großgeschrieben, wie Raak verdeutlicht. „Wir legen Wert darauf, dass das Material jederzeit so geprüft ist, wie es sein muss“, sagt Raak. Dazu zähle auch, dass jeden Morgen eine Sichtkontrolle erfolgt und nach jedem sicherheitsrelevanten Teil alle drei Monate geschaut wird.

Ab sieben Jahren alleine klettern

Schon Dreijährige können im Abenteuerpark klettern – in einer Greifhöhe, damit ihre Eltern an ihrer Seite ihnen immer Hilfestellung leisten können. Ab sieben Jahren dürfen Kinder allein klettern. Das Angebot reicht über verschiedene Schwierigkeitsstufen hinweg bis zum Ironparcours, der die höchsten Ansprüche an die Kletterer stellt.

Im 13. Jahr gibt es den Abenteuerpark in Kandel. Familien und Schulklassen sind Hauptzielgruppen im Abenteuerpark. Auch Firmen verbringen mit der Belegschaft häufig einen Tag in Kandel. Zusätzlich wird ein Rahmenprogramm geboten, das von der iPad-Rallye – einer modernen Schnitzeljagd – über Teambuilding-Angebote bis hin zum Abendessen im Park reicht. Hinzu kommen weitere Attraktionen: Zum Beispiel viermal in der Saison das Nachtklettern, das am 24. August und am 13. September bevorsteht.

Neben der Anlage in Kandel gehören zwei weitere Abenteuerparks zur Fun Forest GmbH – ein Park in Homburg im Saarland und einer in Offenbach am Main.

Info

  • Abenteuerpark in der Badallee in Kandel, im Sommer täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr. Internet: www.abenteuerpark-kandel.de
  • Der Eintritt kostet zwischen 7,90 Euro für den Kinderparcours bis 26,90 Euro für Erwachsene, die unter allen Parcours wählen wollen. 40.000 bis 50.000 Besucher kommen Jahr für Jahr in den Abenteuerpark.
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