Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kandel: Innenstadt wird zur Partymeile

Rolando Pacella von der Coverband „Udo’s Lindenwerk.“ Foto: Iversen
Rolando Pacella von der Coverband »Udo’s Lindenwerk.«

Ein kleines Novum beim Stadtfest war das Spielefest am Sonntag. Auf der Hauptstraße lockten verschiedene Spiel- und Spaßaktionen die kleinen Besucher und ihre Familien in das Bienwaldstädtchen. Aber auch an den anderen Tagen ging es in Kandel in gewohnter Weise rund.

Wie bereits beim letzten Stadtfest, war auch in diesem Jahr wieder Eintritt fällig, um die über 300 Künstler an drei Tagen erleben zu dürfen. Doch weder die sehr sommerlichen Temperaturen noch der Eintrittspreis von zwei Euro pro Tag hat die Besucher am Freitag vom Fest ferngehalten. Von einem „rundum gelungenen Auftakt“ sprachen auch die Veranstalter der großen Feierei. Zahlreiche Besucher verfolgten die Auftritte der verschiedenen Bands auf insgesamt fünf Bühnen und ließen es sich bei Würstchen und Bier gut gehen. Ebenso am Samstagabend, an dem das Gedränge an einigen Stellen groß war. Für ausgelassene Stimmung sorgten am Marktplatz, über dem der Geruch vom Gebratenem und Bier lag, „Six Affair“ und die „Grombacher“ mit ihren powervollen Darbietungen. Dazu wurde auf den voll besetzten Bierbänken geschunkelt und gesungen.

Sehr viel los – was bei den vergangenen Stadtfesten auch schon anders war – war auch vor der Bühne bei Elektro König, auf der „Delta Rock“ und „Saftwerk“ dem Publikum einheizten. Unterhaltsam und zum Mitrocken luden die Musiker ihre teils eingefleischten Fans ein und diese johlten in bester Fan-Manier mit.

Musik und Kulinarik lockten die Besucher

Caipi: 5 Euro, Wurst: 3 Euro, Rieslingschorle: 4 Euro – die Besucher am Samstag kamen nicht nur wegen des Musikprogramms zum Stadtfest, sondern auch wegen des kulinarischen Angebots. Und sie wollten ein Zeichen für „ihre Stadt“ setzen. „Wir Kandeler haben soviel mitmachen müssen in letzter Zeit. Umso schöner ist die friedliche Atmosphäre auf dem Stadtfest“, brachte es Kerstin, die mit ihrer Familie zum Eis essen gekommen war, auf den Punkt.

Und tatsächlich: Fans aller Musikrichtungen bildeten das bunt gemischte und fröhliche Stadtfest-Publikum. „Wir kommen wegen den DJ’s“, rief ein junger Mann mit buntem Haar, der mit Freunden in Richtung Partyzone beim Schuhhaus Grahn abbog. Von dort war wie üblich ein dröhnendes Wummern zu hören und die Nebelmaschinen taten ihr übriges für die Party-Stimmung mit Techno-Sound. „Reeperbahn, du geile Meile“, sang der Frontman von „Udo’s Lindenwerk“, was am Abend auch auf die Stadtfest-Meile gepasst hätte.

Auf der Sparkassen-Bühne folgten noch „Hard’n Heavy Godz“ und „Sin City“, die mit viel Applaus und Jubel für ihre Auftritte belohnt wurden. Gediegener war die Stimmung bei der VR-Bank, auf der die Männer von „HeggMac“ und die Gruppe „From da Soul“ das sanft zur Musik schunkelnde Publikum unterhielt.

Rheinstraße während des Fests geöffnet

Bis Samstagabend gab es laut Marktmeister Jürgen Weiß keine Probleme auf dem Stadtfest, alles verlief friedlich. Es gab auch keine Beschwerden wegen des Eintritts, bestätigten die Männer, die die Eingangsbereiche überwachen. Das sei beim letzten Stadtfest noch anders gewesen. Damals wurde erstmals ein Eintrittsgeld verlangt. Neben einer Security-Firma waren allerdings nur noch wenige Vereinsmitglieder bei der Einlasskontrolle dabei.

Besonders groß war die Freude über die Öffnung der Rheinstraße während der Festtage. Seit Beginn des Jahres wird die Straße saniert und im Anschluss an das Fest beginnt der zweite Bauabschnitt. Fröhliche Gesichter bei den Festbesucher, die in der Rheinstraße einen Parkplatz ergattern konnten und auch die Spaziergänger fanden das „einfach nur gut“, wie ein Anwohner sagte.

Am Sonntag dann ein Novum beim Stadtfest: In der Innenstadt wurde ein großes Kinderspielfest ausgerichtet. Allerdings gab es keinen verkaufsoffenen Sonntag.

Delta Rock begeistern auf der Bellheimer Bühne.  Foto: Iversen
Delta Rock begeistern auf der Bellheimer Bühne.
Bestes Festwetter lockte viele Besucher an. Foto: Iversen
Bestes Festwetter lockte viele Besucher an.
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