Kreis Germersheim Kandel: Auch heute noch Grenzen überwinden

Die Skulptur wurden anlässlich des Jubiläums der Partnerschaften der Stadt Kandel mit Reichshoffen und Whitworth geschaffen.  Fo
Die Skulptur wurden anlässlich des Jubiläums der Partnerschaften der Stadt Kandel mit Reichshoffen und Whitworth geschaffen.

. Zuerst fuhren nur die Stadträte nach Whitworth und Reichshoffen. Doch heute gibt es Freundschaften und regen Jugendaustausch. Dies ist dem „Verein grenzüberschreitender Freundschaften“ zu verdanken. Auch im heute grenzenlosen Europa sieht er noch genug Aufgaben.

Als Hauptaufgabe des Vereins wurde in seiner Satzung „die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Stadt Kandel und ihren Partnerstädten“ genannt. Weiterhin heißt es dort, dass der Verein alle Vorhaben mitträgt, die die Erreichung des genannten Ziels fördern sollen. Ausdrücklich ist dazu in der Satzung festgehalten, dass „die Jugendbegegnung besonders zu fördern ist“.

Bei einem Rückblick 25 Jahre nach der Gründung im Jahr 1994 kann man feststellen, dass die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen mit Whitworth und Reichshoffen recht gut gelungen ist, auch wenn heute die Stadtverwaltung kaum noch dafür verantwortlich ist und so nicht mehr nur die Stadträte nach Whitworth fliegen dürfen. Gerade weil den „gewöhnlichen Bürgern“ diesseits und jenseits des Kanals nun eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen geboten wurde entstanden Freundschaften, die schon über viele Jahre hinweg andauern.

In Frankreich ist die Verwaltung weiter dabei

Die Beziehungen zu Reichshoffen sehen etwas anders aus. Denn dort muss immer noch die Stadtverwaltung dabei mitsprechen und so treffen sich oft nur die Mitarbeiter der Verwaltung und die Stadträte. Doch auch hier bestehen noch langandauernde Freundschaften und die Mitglieder des Vereins grenzüberschreitender Freundschaften besuchen gerne die Veranstaltungen beim französischen Partner.

Bestens entwickelt hat sich die in der Satzung angesprochene Jugendbegegnung. Schon in den ersten Jahren des Vereins wurde sie groß geschrieben, gehörten doch gleich zwei Mitglieder des Vorstands zur jüngeren Generation. Mit der englischen Jugend zusammengearbeitet hat zuerst die Kandeler DLRG-Gruppe, die sich mit dem Schwimmclub von Whitworth anfreundete. Inzwischen ist der Verein grenzüberschreitender Freundschaften dafür verantwortlich. Dank der Mithilfe von Vereinsmitgliedern, die als Jugendliche selbst die englische Partnerstadt besucht haben, wird den jungen Engländern bei ihrem Besuch in Kandel viel geboten. Inzwischen gab es auch schon Wettkämpfe, an denen Jugendliche aus allen drei Städten beteiligt waren.

Über Vorteile des vereinten Europas sprechen

Doch was soll man heute unternehmen um die Städtepartnerschaften in einem vereinten Europa weiter auszubauen? Diese Fragen stellen sich die Vereinsführung mit der Vorsitzenden Monika Schmerbeck, deren Stellvertreterin Elke Getto, dem Schatzmeister Volker Merkel und dem Schriftführer Dr. Werner Esser. Wichtig ist wohl, so die Vorstandsmitglieder, den Verein für eine breite Bürgerschaft zu öffnen. So hätte man die Chance bei einem verstärkten Erwachsenen- und Jugendaustausch nicht nur neue Freunde, sondern auch andere Kulturen kennenzulernen. Um dies zu erreichen könnten auch Veranstaltungen angeboten werden bei denen Filme über die Landschaften der Partnerstädte gezeigt, Vorträge über deren Geschichte angeboten und Rad- oder Wandertouren im nahen Elsass organisiert werden und die Bedeutung eines vereinten Europas nachhaltig vertieft wird.

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