Kreis Germersheim / Hördt RHEINPFALZ Plus Artikel Hochwasserschutz: Klage des Nabu ruht

Rheinaue bei Leimersheim.
Rheinaue bei Leimersheim.

Die Klage gegen den Hochwasser-Reserveraum in der Hördter Rheinaue ruht. Es werden Lösungen am Verhandlungstisch gesucht.

Der Naturschutzbund Nabu hat im November eine Klage gegen den Bau des Hochwasser-Rückhalteraums in der Hördter Rheinaue eingereicht. Das Klageverfahren wurde vorerst ruhend gestellt, teilt die Nabu-Landesvorsitzende Cosima Lindemann auf RHEINPFALZ-Nachfrage mit. „Auf Initiative des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) hat sich der Nabu Rheinland-Pfalz zu Gesprächen bereit erklärt.“ Ziel sei, bestehende Kritikpunkte nach Möglichkeit außergerichtlich auszuräumen.

Der Nabu hatte in den vergangenen Jahren mehrfach naturschutzrechtliche Bedenken gegen den Reserveraum und Einwände aus Gründen des Artenschutzes geäußert. Der Rückhalteraum Hördter Rheinaue ist eine Reserve bei Extremhochwasser und reicht von Sondernheim bis Leimersheim. Zwei Drittel der 890 Hektar Fläche sind Wald.

Die Klage des Nabu wird von den Naturschutzverbänden BUND, GNOR und Pollichia unterstützt. Die Umweltverbände sehen, so die Landesvorsitzende, in dem erlassenen Planfeststellungsbeschluss „zentrale Anliegen des Naturschutzes nicht berücksichtigt“. Die Gespräche laufen bereits. Kürzlich gab es auch ein Treffen zwischen Cosima Lindemann, Monika Bub, die beim Nabu zuständig ist für Wald- und Hochwasserschutz, und Landrat Martin Brandl.

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