Landau/Büchelberg Gutachten: Maske verursachte nicht den Tod einer Schülerin

In einem Schulbus ist Anfang September eine Schülerin bewusstlos geworden und später in einem Karlsruher Krankenhaus verstorben.
In einem Schulbus ist Anfang September eine Schülerin bewusstlos geworden und später in einem Karlsruher Krankenhaus verstorben.

Der Tod eines 13-jährigen Mädchens Anfang September nach der Fahrt in einem Schulbus im Landkreis Germersheim ist nicht auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zurückzuführen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Landau am Dienstag mit.

Der Fall hatte bundesweit Maskengegner und Anhänger von Verschwörungstheorien auf den Plan gerufen. Sie hatten in den Sozialen Medien Gerüchte verbreitet, wonach der Tod des Kindes angeblich mit dem Tragen einer Maske zusammenhänge.

„Kein ursächlicher Zusammenhang“

Inzwischen liegt das Gutachten über die Obduktion der Leiche vor, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit: „Nach den Ausführungen der rechtsmedizinischen Sachverständigen liegen keine Hinweise darauf vor, dass das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in ursächlichem Zusammenhang mit dem Todeseintritt gestanden haben könnte“, informierte die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig.

Keine Ansammlung von Kohlenstoffdioxid möglich

Laut den Gutachtern führe ein normal getragener Mund-Nasen-Schutz auch nicht zu einer übermäßigen Ansammlung von Kohlenstoffdioxid wie beispielsweise bei einer Rückatmung aus einer Tüte. Zum einen, weil eine Maske seitlich offen sei und zum anderen, weil der Stoff teilweise luftdurchlässig sei.

Wie berichtet, war die 13-Jährige am 7. September in einem mit rund 30 Personen besetzten Bus bei Büchelberg (Kreis Germersheim) bewusstlos geworden . Später ist sie in einem Krankenhaus in Karlsruhe verstorben.