Leimersheim/Rülzheim Grusical: In der Irrenanstalt sind die Vampire unterwegs

Tot? Doch nicht! Verwirrung beim Teekränzchen in der Anstalt.
Tot? Doch nicht! Verwirrung beim Teekränzchen in der Anstalt.

In der Irrenanstalt wurde ein neuer Fall eingeliefert: Der schüchterne Mister Renfield faselt wirres Zeug und isst rohes Fleisch – obwohl er Vegetarier ist.... im Grusical „Dracula“, das die IGS Rülzheim auf die Bühne bringt, geht es in jedem Fall angemessen gruselig zu.

Ein weiterer Fall: Die verklemmte Krankenschwester Lucy ist offenbar über Nacht zur lüsternen Nymphomanin geworden. Alle Spuren führen ins Schloss von Graf Dracula, von dem zunächst niemand ahnt, dass er ein Vampir ist. Die betuchte Mrs. Hawkins träumt sogar davon, einen Grafen zu heiraten und veranstaltet einen Ball, um den Adeligen zu umschmeicheln. Auf dem Fest trifft Dracula allerdings auf Miss Mina – und findet sie so bezaubernd, dass er sie gleich mitnimmt. Und über das Ende der Gruselkomödie, die das Ensemble der Musical-AG an der IGS Rülzheim auf die Bühne bringt, ist das Publikum in der Hugo-Dörrler-Halle dann doch überrascht: Die Vampire sind letztlich die Gewinner über die Menschen. Ein Happy End sieht anders aus.

Überraschendes Ende des Dracula-Grusicals.
Überraschendes Ende des Dracula-Grusicals.

Technikprobleme bei der Aufführung

Der Aufführung, die unter enormen Ton- und Technikproblemen zu leiden hatte, war eine Probezeit von über 80 Stunden vorausgegangen. Außerdem haben die Schülerinnen und Schüler elf Tage den Kioskverkauf übernommen, um die Ausgaben von rund 1000 Euro zu stemmen. Die Spendeneinnahmen des Abend werden zur Kostendeckung genutzt und um das Kinderhospiz Sterntaler zu unterstützen. Mithilfe von 15 freiwilligen Helfern und Helferinnen sind düstere Kulissen entstanden, blutrünstiges Make-up wurde kreiert und über 50 Kostüme für die engagierten Darstellerinnen und Darsteller entworfen.

Kein Happy End

Von ihnen brillierte besondern Clara Weber als schusseliger und sehr unterhaltsamer Dr. Sewart. In die Rolle von Dracula schlüpfte Till Zöller, Mina wurde von Lilly Zöller gespielt. Neben Duetten und den Auftritten in kleineren Gruppen, wie der Teekränzchenrunde, die Schwesternschülerinnen der Irrenanstalt oder den Vampir-Frauen, stand auch immer wieder das gesamte Ensemble singend und tanzend auf der Bühne. Unter der Regie von Rahel Rohrmoser und Christine Weber sorgten sie für eine gelungene Mischung aus Spaß und Grusel.

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