Wochen-Spitze Genug Trubel für ein ganzes Schuljahr

Isch richt’s aus, gell ...
Isch richt’s aus, gell ...

Ein Streik folgt auf den anderen, dann ist auch noch Winterwetter. Die Schulsekretärinnen erweisen sich da als Fels in der Brandung.

Das Jahr 2024 ist noch jung, die Schülerinnen und Schüler haben gerade einmal drei Wochen Schule – das sind 15 Schultage – hinter sich. Aber was war da nicht schon alles los! Genug Steine im Schulgetriebe für ein ganzes Schuljahr.

Den Anfang machten die Bauern, die mit ihren Traktoren aus Protest die Auffahrten zur B9 und A65 blockierten. Betroffen waren, natürlich, auch Schulbusse. Deren Fahrer riefen direkt danach den Streik aus. Weniger Tage später: Tief Gertrud beschert sogar der Südpfalz Glatteis, Eisregen, schließlich Schnee und eine wunderschöne Winterlandschaft. Die allerdings den kleinen Makel hat, dass manche Busse nicht in ihr fahren können.

Und kaum hatte man sich in der Redaktion eine neue Tasse wärmenden Tee geholt, flatterte schon die Mail vom nächsten Busfahrerstreik herein. Immerhin, was die Anzahl der Streiktage angeht, haben die Lokführer inzwischen kräftig aufgeholt. Noch einmal zur Erinnerung: Wir haben erst Ende Januar ...

Die Schulen gingen unterschiedlich mit den Herausforderungen um. Die einen schickten stundenaktuelle Informationen über den digitalen Schulmanager, den die Eltern offensichtlich gut verfolgten. Und schwupps gab es Fahrgemeinschaften und recht spontane Mama-Taxis, die den Nachwuchs vor dem Schultor einluden, wenn der Bus zum Beispiel wegen der Wetterlage zwar am Vormittag noch fahren konnte, aber am Nachmittag dann leider nicht mehr. Andere Schulleiter haben dafür die Schule lieber gleich tageweise geschlossen und wieder das Homeschooling-System aus der Pandemie-Zeit hochgefahren.

Doch egal, welchen Weg eine Schule gewählt hat: Die Last des Erläuterns, des Abfangens von Frust und des Beruhigens von aufgeregten Eltern landete stets in den Schulsekretariaten. Über die geduldigen Sekretärinnen am pädagogischen Ende der Leitung ist in den vergangenen drei Wochen eine so große Welle von Anrufen hereingebrochen, dass sie sich schon jetzt die langen Sommerferien verdient hätten. Deshalb sei diese Kolumne ihnen gewidmet. Und wer weiß schon, was der nächste Montag bringt – wären nicht die Bauern jetzt wieder an der Reihe?

x