Kuhardt Friedhofsumgestaltung: Annaplatz wird zentraler Bereich

Baustelle Friedhof: Die Arbeiten schreiten voran. Teile des neuen Weges sind bereits fertig.
Baustelle Friedhof: Die Arbeiten schreiten voran. Teile des neuen Weges sind bereits fertig.

Der Friedhof in Kuhardt wird umgestaltet. Ein Grund sind weniger Erdbestattungen und mehr Urnengräber. Besucher finden am Ende nicht nur mehr Ruheplätze.

Baumaschinen, Sand- und Erdhaufen, mit Trassierband abgesperrte Bereiche – der hintere Teil des Kuhardter Friedhofs ist eine richtige Baustelle. Planer Kurt Garrecht und Beigeordnete Nadine Weber verweisen auf kleine Änderungen des Plans, wie der Friedhof einmal aussehen wird. Seit Wochen hängt der Plan am Eingang der Leichenhalle aus.

Während ursprünglich geplant gewesen war, nur den hinteren Teil des Friedhofs umzugestalten und den neuen Weg bis zur Leichenhalle zu führen, wird dieser nun bis zum kleinen Wäldchen vor der Leichenhalle geführt. „Wir öffnen zum Vorplatz den Weg in Trompetenform“, sagt Garrecht und verweist auf Metallstangen, mit denen der Wegverlauf sichtbar wird. Ein Baum müsse gefällt werden, ergänzt Garrecht.

Auch im vorderen Bereich – vor der Leichenhalle bis zum Querweg zur Kapelle – solle der Weg erneuert und umgestaltet werden.
Auch im vorderen Bereich – vor der Leichenhalle bis zum Querweg zur Kapelle – solle der Weg erneuert und umgestaltet werden.

Von Pflastersteinen verabschiedet

In Teilen ist der neue Weg bereits fertig und begehbar. Verabschiedet hat sich die Gemeinde von Pflastersteinen. Eine wassergebundene Rieselschicht, die so verfestigt ist, dass sie auch mit Rollatoren befahren werden kann, übernimmt diese Funktion. Mitglieder des Friedhofsausschusses machen sich ein Bild und prüfen die Festigkeit des neues Weges im östlichen hinteren Friedhofbereich zum Rottenbach hin. Dieser parkähnliche Friedhofsteil mit seinen alten Bäumen wird Garrecht zufolge künftig für Baumbestattungen zur Verfügung stehen.

Der „Annaplatz“ mit der gleichnamigen Statue wird ein zentraler Punkt des neuen Friedhofs sein. In der Verlängerung des runden Platzes werden zwölf neue Bäume in drei Reihen halbrund gepflanzt und acht Bänke aufgestellt, damit bei „Veranstaltungen der Kirchengemeinde die Besucher Platz finden“, so Garrecht. Gleichzeitig sei „dies auch ein Treffpunkt“. Norbert Ashauer von der Bauabteilung sagte, dass für den gesamten Friedhofbereich „18 Sitzbänke angeschafft“ werden.

Fundamente für Urnenstelen eingelassen

Im Umfeld der Statue sind bereits Fundamente für die neuen Urnenstelen in den Boden eingelassen. Auch weitere Urneneinzelgräber wird es dort geben. Weil immer mehr Menschen sich Nadine Weber zufolge in Urnen beerdigen lassen und es immer weniger Erdbestattungen gibt. Die Kosten für die Umgestaltung liegen bei annähernd 200.000 Euro. Zuschüsse des Landes wird es laut Norbert Ashauer auch noch geben.

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