Verbandsgemeinde Bellheim
Energie: Preis sinkt etwas
Auf rund 25.300 Euro beläuft sich der Gewinn des Eigenbetriebes für 2024. Die Bilanzsumme liegt bei 1,5 Millionen Euro. Der Verbandsgemeinderat hat den Abschluss gebilligt und beschlossen, den Überschuss zur Verminderung des Verlustvortrags zu verwenden, also Verluste damit auszugleichen. Zuvor hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach ihren Prüfungsbericht vorgelegt und darin den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ für das Wirtschaftsjahr 2024 erteilt.
Grundgebühren bleiben unverändert
Für das Wirtschaftsjahr 2026 gibt es eine positive Botschaft für die Kunden des Energieversorgers: Die Preise werden gesenkt. Mussten bisher für eine Kilowattstunde 20 Cent bezahlt werden, so sinkt dieser Preis für das laufende Jahr auf 18 Cent (netto) beziehungsweise 21 Cent (brutto). Die Grundgebühren bleiben aber unverändert.
Ende des Jahres wollen sich der Eigenbetrieb und dann auch der Verbandsgemeinderat mit der Preiskalkulation für 2027 beschäftigen. Wie es dann aussehen wird, ist noch unklar.
Möglich wurde die Preissenkung für 2026 durch Jahresüberschüsse. Bei der Nahwärmeversorgung rechnet man im laufenden Jahr mit einem Überschuss in Höhe von mehr als 17.000 Euro, im Bereich Energieerzeugung sogar mit einem Plus von 23.000 Euro.
Derzeit versorgt der Eigenbetrieb Nahwärmenetz die Heizzentralen im Rathaus der Verbandsgemeinde, die Grundschule und die Realschule plus, die Spiegelbach- und Fortmühlhalle, den katholischen Kindergarten und weitere 18 Privathaushalte.
Sorgen über Zukunft der Energiepreise
Dem Wirtschaftsplan ist zu entnehmen, dass die Wärmeabnahme in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen hat. Mildere Witterungsverläufe und ein geändertes Verbraucherverhalten werden als Ursachen aufgeführt. Konstant bleiben allerdings die fixen Kosten der Nahwärmeversorgung. Möglich wird die Preissenkung in diesem Jahr durch Einsparungen beim Energieeinkauf.
Wie sich die Preise entwickeln werden, wird mit großer Sorge betrachtet, aber nicht nur in Bellheim. Bei der jüngsten Sitzung teilte Bürgermeister Gerald Job (FWG) auch mit, dass die Verbandsgemeinde Bellheim für das Haushaltsjahr 2023 keinen „Gesamtabschluss“ erstellen müsse, weil die Rückstellungen und Verbindlichkeiten der Verbandsgemeinde und ihrer Eigenbetriebe sich nur auf einen Anteil von 4,3 Prozent der Bilanzsumme der Verbandsgemeinde Bellheim belaufen. Damit liege man deutlich unter der 20-Prozent-Marke, ab der dieser Abschluss unbedingt erforderlich ist.