Kreis Germersheim Eine Gynäkologie an zwei Standorten

Chefarzt Dr. Kunz.
Chefarzt Dr. Kunz.

Über 3000 Patientinnen werden pro Jahr in der Gynäkologie in den Asklepios-Kliniken in Germersheim und Kandel behandelt. Nach dem Ende der Geburtsstation in Germersheim soll die Versorgung nun standortübergreifend organisiert werden. Chefarzt ist Dr. Karl Kunz.

Anfang 2017 wurde die Geburtsstation in Kandel geschlossen, Ende 2018 kam das letzte Baby auf der Germersheimer Geburtsstation zur Welt. Nun soll die operative Gynäkologie ausgebaut werden. Dafür stehen in Kandel 12 und in Germersheim 30 Betten zur Verfügung. Bisher wurden etwa 2000 Patientinnen pro Jahr ambulant behandelt, zirka 1200 wurden stationär aufgenommen. Sie kommen aus der weiteren Region „von Hauenstein/Dahn bis auf die von andere Rheinseite“, heißt es in einer Mitteilung der Klinik. Schwerpunkte bei der Behandlung sind gynäkologische Operationen und onkologische Fragestellungen. Derzeit gibt es schon ein zertifiziertes Brustzentrum. Bei Brustkrebs-Operationen gelinge es in über 92 Prozent der Fälle, die Brust der Frauen zu erhalten, sagt Chefarzt Dr. Kunz. Nun soll auch ein Beckenbodenzentrum etabliert werden. Im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in der Region verzeichneten die Asklepios-Südpfalzkliniken eine hohe Zahl an Behandlungen in diesem Bereich, sagte Chefarzt Kunz Ende 2018 gegenüber der RHEINPFALZ. In einem Beckenbodenzentrum werden Frauen mit Harninkontinenz behandelt. Ursache hierfür sei oftmals ein abgesenkter Beckenboden, was mit zunehmendem Alter häufig ein Problem bei Frauen verursache. Die Klinik sieht in der standortübergreifenden Organisation noch einen Nebeneffekt: „Mit Blick auf einen spürbar enger werdenden Markt für qualifiziertes fachärztliches medizinisches Personal in der Gynäkologie wird die Attraktivität der Aus- und Weiterbildung von Assistenzärzten gesteigert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf der Station mit zwei Standorten arbeiten zwei Oberärzte, zwei Fachärzte und drei Ärzte in Weiterbildung.

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