Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Drei Tornados im Tiefflug über der Festungsstadt

Drei Kampfflugzeuge vom Typ Tornado waren heute über Germersheim unterwegs.
Drei Kampfflugzeuge vom Typ Tornado waren heute über Germersheim unterwegs.

Zur Mittagszeit konnten am Freitag drei tieffliegende Militärmaschinen über dem Stadtgebiet von Germersheim beobachtet werden. Das steckt dahinter.

Drei Maschinen kamen aus Richtung Bruchsal und zogen gen Nordwesten über die Stadt hinweg. Dabei waren sie weithin zu hören.

Die Flüge bestätigt ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr: Die Auswertung der Radardaten vom 6. März 2026 für den Bereich Germersheim zeige drei Kampfflugzeuge vom Typ Tornado, „die um 11.25 Uhr Ortszeit die Stadt in nördliche Richtung überflogen“. Der Einsatz sei im Zuge des täglichen Routineübungs- und Ausbildungsflugbetriebs erfolgt. Die Flugzeuge stammten vom NATO-Flugplatz Büchel in der Eifel. In einer App zur Verfolgung von Flugbewegungen wurden sie als „Nitro“ bezeichnet.

Und die drei Tornados waren ziemlich tief unterwegs: Die geringste Flughöhe sei dabei auf dem Radar mit 713 Fuß, das entspricht 217 Metern über Grund, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 400 Knoten, was ungefähr 741 Stundenkilometern entspricht, angezeigt worden, erläutert der Sprecher. Per Definition der Bundeswehr zählen alle Überflüge mit Kampf- und Transportflugzeugen unter 500 Metern Höhe als Tiefflug.

Grundsätzlich sei ein militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig, so der Sprecher. Um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen, seien diese Flüge nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden. Die einzuhaltende Mindesthöhe für Transportflugzeuge beträgt zirka 150 Meter über Grund. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist für Transportflugzeuge eine Mindesthöhe von zirka 600 Metern über Grund einzuhalten.

Mit Blick auf den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte und unter den gegebenen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen sei ein Verzicht auf solche Übungsflüge nicht möglich, betont der Sprecher. Zwar würden heute bereits große Teile der fliegerischen Ausbildung ressourcen- und umweltschonend unter Nutzung von Simulatoren durchgeführt. Übungseinsätze in einem realen Umfeld blieben dennoch unumgänglich, „um eine kontinuierliche Vorbereitung auf die Landes- und Bündnisverteidigung sowie auf internationale Einsätze zur Krisenbewältigung für die Streitkräfte sicherzustellen“.

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