Kommentar Dorflädl und Praxis: Ein Segen für das Dorf

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Westheim blutet nicht weiter aus: Das ist eine gute Nachricht – auch, wenn nicht alles in Butter ist.

Es ist anfangs nicht optimal gelaufen: Um die von der Gemeindeführung vollzogene Kündigung der Ergotherapie-Räume zugunsten des Dorflädls gab es im Dorf viel Wirbel. Zurecht. Mehr Fingerspitzengefühl wäre bei diesem Thema angebracht gewesen. Aber was lange unmöglich schien, wird jetzt Realität. Das Therapeutenpaar ist bei der Suche nach einem Gebäude zum Wohnen und Praktizieren fündig geworden. Praxen und Dorflädl bleiben Westheim erhalten – ein Segen fürs Dorf.

Weniger segensreich, eher gefährlich, ist die Verkehrs- und Parksituation am neuen Dorflädl-Standort, der dafür aber zentral liegt. Allen Fraktionen sind die Gefahren sicher bewusst. Aber es ist der einzige Standort, der derzeit möglich ist und den Interessen der Dorflädl-Betreiberin entspricht. Auch wenn die SPD-Fraktion mehrheitlich dagegen ist, sich das Dorflädl im Landgasthof hätte vorstellen können, müssen die Genossen diese Kröte endlich schlucken: Die Entscheidung ist gefallen. Was die geplante Umwandlung der Parkplätze zu Kurzzeitparkplätzen für Kunden betrifft: Öffentliche Parkplätze sind nicht für dauerparkende Anwohner gedacht, die zu bequem sind, ihr Auto auf eigenem Grundstück abzustellen.

Ein Tipp für Ortsansässige: Für kurze Wege muss es nicht das Auto sein. Ein Tipp für die Kommunalpolitiker: das Dorflädl nicht zu Wahlkampfzwecken zu missbrauchen. Gemeinsam müssen FWG, SPD und CDU jetzt dafür sorgen, dass das beliebte Dorflädl noch erfolgreicher wird.

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