Kreis Germersheim Bushaltestellen bleiben

Wegen der Sanierung der Hauptstraße (L 509) in Bellheim, im ersten Bauabschnitt zwischen Bahnübergang und Einmündung Fortmühlstraße sollen keine Bushaltestellen gestrichen werden. Bei einer Ortsbegehung von Mitglieder des Bau- und Ortsentwicklungsausschusses sowie des Landesbetriebs Mobilität (LBM) sollen Entwicklungsvorschläge gemacht werden.

Das beschloss der Ortsgemeinderat am Donnerstag auf Antrag der CDU. Die Kosten für die Gemeinschaftsaufgabe von LBM und Ortsgemeinde werden mit 320.000 Euro beziffert. Geplant ist die Fahrbahn zu sanieren und beidseitig die Gehwege auszubauen. Dauer der Arbeiten: etwa acht Monate im kommenden Jahr. Abgelehnt worden war zuvor ein Antrag der FDP, wonach der Beschluss über den Straßenausbau vorerst ausgesetzt werden soll, weil der Landtag Mitte November den Doppelhaushalt 2017/18 beraten werde. Andreas Meyer argumentierte, dass dann möglicherweise Klarheit über die geplante Bellheimer Südumgehung bestehen werde. Und sollte diese gebaut werden, gelte es die Ortsdurchfahrt neu zu gestalten. Unter anderem könnten dann auch die Gehwege breiter werden. Hermann Josef Schwab (CDU) bestätigte zwar die Haushaltsberatungen, aber er bezweifelte, dass der Haushaltsplan bereits Mitte November fertig ist. Ortsbürgermeister Paul Gärtner (Wählergruppe Adam, WGA) wies darauf hin, dass die Arbeiten in der Hauptstraße schon in wenigen Monaten beginnen sollen, es bis zur Fertigstellung der Südumgehung aber noch zehn Jahre dauern könne. Verbandsbürgermeister Dieter Adam (WGA) warf ein, dass er die momentane Diskussion nicht verstehe, zumal sich der Rat für einen Ausbau der Hauptstraße „mit Volldampf“ ausgesprochen habe und damals diese Einwände nicht zu hören gewesen seien. Zudem seien die Folgen, wenn jetzt keine Zustimmung erfolge, nicht absehbar. Nach der Sitzung erklärten Ratsmitglieder, dass zu befürchten gewesen sei, dass die Gemeinde allein den Straßenausbau hätte bezahlen müssen, wenn man den Beschluss aufgeschoben hätte. Seit wenigen Wochen stehen in der Postgrabenstraße zwar Tempo-30-Schilder, aber er habe nicht den Eindruck, dass langsamer gefahren wird, sagte ein Einwohner. Die Beigeordnete Gertrud Trapp (WGA) entgegnete, Anwohner hätten gesagt, es sei nun leiser und es würden weniger Laster durchfahren. Aber ab Montag werde dort ein Tempomessgerät stehen. Weil die Neugestaltung des Spielplatzes im Spiegelbachpark statt 2014 geschätzter knapp 24.000 Euro nun 45.000 Euro kosten sollte, hat der Rat entschieden, dass der Bauhof einige Arbeiten erledigen soll, womit die Kosten auf rund 30.000 Euro gesenkt werden (ohne Planungskosten). Unter anderem sollen ein Wasserspielgerät und eine beidseitig besteigbare Kletterwand installiert werden. |gs

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