Kreis Germersheim Briefwahl: Diesmal fahren keine Boten durch den Landkreis

Die Briefwahl wird nicht zentral ausgezählt.
Die Briefwahl wird nicht zentral ausgezählt.

Bei der Kommunalwahl 2024 waren im Landkreis Germersheim noch Boten unterwegs: „Jede Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltung hatte einen Botendienst eingerichtet“, bestätigt ein Sprecher der Kreisverwaltung Germersheim. Die Routen verliefen von der jeweiligen Kommune innerhalb des Landkreises zur Kreisverwaltung nach Germersheim, beziehungsweise die Berufsbildende Schule, wo die Auszählung stattgefunden hat, und wieder zurück.

Hintergrund war die Briefwahl zur Europawahl: Diese wurde zentral von der Kreisverwaltung in Germersheim in der BBS ausgezählt. „Briefwahlunterlagen, die fälschlicherweise bei den Kommunen abgegeben wurden, mussten daher nach Germersheim gebracht werden.“ Im Gegenzug wurden Unterlagen zur Kommunalwahl, die bei der Kreisverwaltung eingegangen waren, an die Kommunen zurückgegeben.

Dies wurde bislang bei allen Wahlen, bei denen die Briefwahl von der Kreisverwaltung zentral ausgezählt wurde, so praktiziert. Bei der Bundestagswahl 2025 ist dies jedoch anders: „Die Auszählung der Briefwahl erfolgt bei dieser Wahl durch Personal der Kreisverwaltung innerhalb der jeweiligen Kommunen“, erläutert der Sprecher der Kreisverwaltung Germersheim. „Da die Rückläufer der Briefwahl direkt an die jeweiligen Verwaltungen geschickt werden, sind Botendienste nicht von Bedarf.“

Stattdessen wurden insgesamt 38 Briefwahlvorstände gebildet, die als Teams in die Kommunen gehen. Diese setzen sich aus Wahlvorsteher und Schriftführer mit jeweils einem Stellvertreter sowie bis zu fünf Beisitzern zusammen. Vor Ort übernehmen sie die Zulassung der Wahlbriefe und die Ermittlung des Ergebnisses der Briefwahl.

Hintergrund der neuen Organisation sei „eine Einigung zwischen Kreisspitze, Wahlamt und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern innerhalb des Landkreises“, so der Sprecher des Kreises Germersheim.

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