Kreis Germersheim Brücke in Wolfsgewanne wird abgerissen und neu gebaut

Ein Schwertransport darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr über sie fahren: die Brücke in der „Wolfsgewanne“ in Wörth ist wegen schadhafter Stahlbetonträger sanierungsbedürftig.
Sie existiert schon seit dem Jahr 1950. Die Stadt lasse regelmäßig Brückenprüfungen vornehmen, weil sie dazu aus Gründen der Verkehrssicherheit verpflichtet sei, erklärt Pressereferent Michael Fischer von der Stadtverwaltung. Bei einer Prüfung am 15. November 2012 wurde auch die Brücke in der Wolfsgewanne begutachtet. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Stahlbetonträger nicht mehr in Ordnung sind und deshalb keine übergroßen Lasten mehr darüber transportiert werden dürfen. „Vor diesem Hintergrund wurde die Brücke bereits beidseitig eingeengt“, erklärt Fischer. Nun sei aber die Kompletterneuerung des Bauwerks geplant. „Deshalb stehen im Haushaltsplan 2016 auch entsprechende Mittel bereit. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung vom 19. April grünes Licht für eine entsprechende Planung gegeben.“ Dies ist jedoch noch von der Zustimmung des Stadtrats abhängig. Die Ausschreibung der Bauarbeiten sei dann für das dritte Quartal 2016 vorgesehen. Für Abriss und Neubau rechne man mit einer Bauzeit von etwa neun bis zwölf Monaten. „Die Brücke wird wenig genutzt, weil dahinter eine Sackgasse ist“, erklärt Pressereferent Fischer. Wer zur Südpfalzwerkstatt wolle, könne vor der Brücke schon zufahren, sei also nicht betroffen. Aldi habe seine Zufahrt von der Straße „Im Bödel“; Netto und das gewerbliche Unternehmen jenseits der Brücke können über die Hagenbacher Straße erreicht werden. Der Radweg, der hinter Aldi vorbeigehe, führt über die Brücke und dann auf der anderen Seite weiter – auch dort ließe sich leicht eine Umleitung über die Hagenbacher Straße einrichten. Fischer: „Angesichts der geringen Frequentierung der Brücke und der einfachen Umleitung in den wenigen genannten Fällen ist eine Erhebung von Fahrzeugzahlen nicht erforderlich.“ Die vorläufig geschätzten Kosten liegen laut Stadtverwaltung Wörth bei etwa 500.000 Euro. Ein Antrag auf Zuwendungen aus dem so genannten Investitionsstock ist erfolglos geblieben. |kbro