Kreis Germersheim Bildungspolitik: Bürger sammeln Ideen für Zukunft

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Jockgrim. Unter dem Titel „Zukunftsdialog“ startete die SPD-Fraktion im Mainzer Landtag eine Diskussionsreihe, bei der Bürger vor Ort Probleme beleuchten sollten. Eine dieser landesweit über 100 Veranstaltungen fand am Montag im Ziegeleimuseum statt. Thema hier: die Bildung.

Rund drei Dutzend interessierte Teilnehmer konnte Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Landtag, begrüßen. Dazu Hans Beckmann, Staatssekretär im Bildungsministerium, der in seinem „Impulsreferat“ die derzeitige Lage im Kreis Germersheim skizzierte und so schon mal die Eckdaten für Gespräche an den Tischen der Arbeitsgruppen vorgab. Möglichst aus Lehrern, Erzieherinnen und Eltern gemischt sollten diese Gruppen sein, hatte Schleicher-Rothmund vorgeschlagen, damit auch unterschiedliche Aspekte aus der jeweiligen Sichtweise angesprochen werden. Im Ergebnis wurden so zwar Problemstellungen nicht einheitlich artikuliert und gewichtet, in der Substanz ähnelten sie sich aber doch sehr. Weitgehend einig waren sich die Gruppen darin, dass Grundsteine für den späteren Bildungsweg schon sehr früh in den Kindergärten gelegt wer-den. Da offenbarte sich die Vielschichtigkeit möglicher Ansatzpunkte, von der Anerkennung der Erzieherinnen über Sprachförderung von Eltern und Kindern mit Migrationshintergrund bis hin zu mehr Flexibilität von Kitas gegenüber Eltern in Schichtarbeit. Bemängelt wurde die Koordinierung von Ämtern und Behörden: „Es gibt eine Reihe von Institutionen, und jede kocht ihr eigenes Süppchen“, brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt. Stichwortartig auf Karten festgehalten wird die Vielzahl von Anregungen nach Prioritäten geordnet und so verdichtet nach Mainz übermittelt. Dort sollen die Erkenntnisse den Experten als Basis für Weichenstellungen in der Bildungspolitik dienen. Ergebnisse könne man vor Weihnachten erwarten, so Schleicher-Rothmund. (tong)

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