Kreis Germersheim Aldi im Gewerbegebiet wird größer und moderner

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Aldi wird größer, moderner und komfortabler – das Angebotssortiment bleibt dabei unverändert. So steht es in einem Antrag des Discounters, der seine Fläche in Germersheim um fast 500 Quadratmeter auf 1400 Quadratmeter erweitern will. Dieser Antrag ist morgen unter anderem Thema in der öffentlichen Sitzung des Germersheimer Bauausschusses.

Aldi begründet seinen Antrag mit der räumlichen Enge, die es enorm erschwere, mit der notwendigen Warenauffüllung nachzukommen. Das wirke störend und habe letztlich Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Nach der Erweiterung sollen die Waren beispielsweise auch in niedrigeren Regalen übersichtlicher präsentiert werden können. Der Bauausschuss hat sich im Zusammenhang mit diesem Antrag ein Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) machen lassen, das mögliche Auswirkungen auf den zentralen Versorgungsbereich (Lebensmittelhandel) der Stadt prüfen sollte. Dem Gutachten nach sind negative Auswirkungen nicht zu befürchten. Umgesetzt werden soll die Aldi-Vergrößerung in Richtung Norden (zur B 35), wo ein Schrebergartengrundstück mitgenutzt wird. Die Stadtverwaltung empfiehlt dem Ausschuss die Zustimmung, sofern Aldi die Kosten für die mit dem Vorhaben verbundene Änderung des Bebauungsplanes übernimmt. Ebenfalls um einen Bebauungsplan geht es bei der ehemaligen Stadtkaserne. Der wurde nach dem Investorenwechsel im vergangenen Herbst verändert und neu aufgestellt und den sogenannten Trägern öffentlicher Belange (Denkmalschutz, Landwirtschaft, Verkehr, Kreisverwaltung, Nachbargemeinden etc.) zur Stellungnahme vorgelegt. Die Stadtkaserne soll zu einem Einkaufszentrum umgebaut werden (wir berichteten). Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) beispielsweise hat dem Projekt zugestimmt, weil die August-Keiler-Straße auch als Zubringerstraße für ein Einkaufszentrum groß genug ist. Eine ganze Reihe von Anregungen gibt die Direktion Landesarchäologie (Denkmalschutz). Sie sichert sich für den Fall, dass bei Aushubarbeiten Historisches gefunden wird, alle Rechte. Das Landesamt für Geologie und Bergbau wendet ein, dass für den Bereich der Stadtkaserne eine „Aufsuchungserlaubnis für Kohlenwasserstoffe“ gilt. Im Klartext: Die Firma GdF Suez E&P Deutschland GmbH darf dort nach Öl suchen. Die Stadtverwaltung nimmt das zur Kenntnis, geht davon aus, dass es keine Probleme mit dem Bebaungsplan gibt. Eine Ölförderung unter dem Stadtkasernengelände müsste außerdem noch extra genehmigt werden. Und selbst wenn Erdöl gefördert würde, wären über einen längeren Zeitraum „geringere Setzungen zu erwarten als beispielsweise beim Kohleabbau“. Termin Bauausschuss Germersheim, öffentliche Sitzung, Mittwoch, 25. Januar, 18 Uhr, Stadthaus, Sitzungszimmer 8. Tagesordnung: Bebauungspläne Gewerbegebiet Wörth-Ost (Aldi), Stadtkaserne, Am Wasserturm, Abfahrt B 35, Westheimer Neuland. Planungsstand Neubau Feuerwehrgerätehaus. |tom

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